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Fahrzeuglackierung - von Guenther_A
Lackier Bericht Tamiya Leopard 2A6 im Maßstab 1:16



Ich bekomme häufig Anfragen wie zum Beispiel: „wie machst du auf deinen Modellen die Alterung, Gebrauchsspuren, Rost “ oder Grundsätzlich „How to do“ Airbrushing um nur einige der Schlagworte zu nennen. Aus diesem Grund schrieb ich diesen „Bemalbericht“ von einem aktuellen und sehr schönen Modell, dem Leopard 2A6 von Tamiya im weit verbreitetem Maßstab 1:16.

Bitte nicht falsch verstehen, es gibt mit Sicherheit viele bessere „Bemaler“ und „Airbrusher“ als mich und ich möchte mich hiermit nicht aus der Masse hervorheben, nein, ich denke ich habe ein wenig Erfahrung und möchte diese Erfahrung an junge Interessenkollegen hier im RCPanzer Forum weiter geben.

Meine unten genannten Beispiele sind im Prinzip auch für andere bzw. größere und kleinere Maßstäbe anwendbar.

Meine Modelle stelle ich nicht völlig verschlammt dar, sondern nur gebraucht aber gewaschen und etwas verstaubt, denn der Schlamm und Dreck kommt meistens von ganz alleine.

Um ein wichtiges Thema vorweg zu nehmen, gehe ich gleich auf die „richtige“ Wahl der Farben ein, da dieses Thema meist große Diskussionen auslöst.

In meinem Baubericht verwende ich Farben von Humbrol, ModellMaster und Revell keine Acryl Farben wie Tamiya, Gunze Sangyo oder Vallejo.

Grund für mich diese Email Farben zu verwenden ist einmal die Fülle von unterschiedlichen Farbtönungen, ohne dass man Farben zusammenmischen muss um andere passende Farbschattierungen zu erhalten,

zweitens, die Kompatibilität der verschiedenen Hersteller, die gute Haltbarkeit und Deckkraft der Farben und

drittens, die Farben sind meistens in jedem Modellbauladen oder Modelleisenbahn Geschäft erhältlich.

Die Farben wegen dem Geruch nicht zu verwenden würde mir nie einfallen denn ich liebe den „Duft“ dieser Farben ähnlich wie beim Tanken den Benzin Geruch, Wahnsinn was……

Die richtige Farbwahl bzw. Farbton ist ebenfalls immer Diskussionsgegenstand, quasi was ist die genaueste Farbe für RAL XYZ.

Wenn man sich ein Fahrzeug bzw. die Dreifarbentarnung von einem Fahrzeug betrachtet das immer am Truppenübungsplatz z.B. Hohenfells ist und dann ein Fahrzeug in einer Heereskaserne z.B. in Pfreimd ansieht, dann wird man sehr schnell feststellen das RAL6011 Bronzegrün nicht gleich RAL6011 Bronzegrün ist.

Ebenso ist die Art des Farbauftrages bei der Truppe zu beachten.

Kommt ein Fahrzeug aus einem Depot, dann ist es wunderschön und in „Lackier-Fachmannischer Art“ mit Spritzpistole und genauem Tarnschema versehen. Ist das Fahrzeug hingegen schon richtig im „Einsatz“ bei einem Verband, dann ist es von der Besatzung hier und da mit einem dicken Pinsel der gerade in der Ecke lag, mit irgendeiner grünen Farbe, die annährend wie Bronzegrün aussieht, ausgebessert.

Nun Ihr wisst schon was ich meine, seht euch Bilder der Fahrzeuge an oder das Original-Fahrzeug und versucht ungefähr die richtige Farbe zu finden.

Bei meinem Leopard habe ich als Grundfarbe das Bronzegrün Revell 65 verwendet.

Die Lederbraunen Flecken lackierte ich mit einer Mischung aus

Revell 84 + 10% ModelMaster Leder1736, da das Lederbraun von Revell für meinen Geschmack zu dunkel ist.

Das Teerschwarz ist ModelMaster 1583.

Lackiervorbereitung

Das Modell ist soweit zusammengebaut, dass man ohne Problem die Grundfarbe überall hinspritzen und anschließend das Tarnschema anbringen kann.

Alle Periskope, Lampengläser usw. sind entweder abgeklebt oder noch nicht eingebaut.

Als erstes wird das Modell mit einem Silikonentferner Spray richtig nass gemacht und mit einer Druckluftpistole abgeblasen. Somit ist das Modell absolut fettfrei.

Natürlich sollte man hinterher das „fettfreie“ Modell nicht mehr ohne Baumwoll- oder Latexhandschuhe anfassen.

O.k. das ist ein bisschen übertrieben. Wenn man vorsichtig das Modell über die Unterkanten anfasst ist`s auch o.k. Aber wirklich, möglichst nicht mehr mit fettigen Händen anfassen.

Lackieren oder „Airbrushen“

Jetzt wird die erste Schicht Bronzegrün über alles „gebrushed“.

Die Farbe ist so verdünnt, dass sie wie Wasser ist. Problem: man kann keine pauschale Faustregel für das Verdünnen der Farbe nennen, denn lackiert man mit einer 0,4mm Düse in einer Double Action Collani Airbrush Pistole muss anders verdünnt werden, als in einer „billigen“ Revell Spritze. Man muss ganz einfach ein Gefühl für seine Airbrushpistole bekommen und herum probieren.

Gebrushed wird im sog. Kreuzgang über das Modell. D.h., man ist mit der Spritzpistole neben dem Modell, löst Farbe aus und bewegt die Pistole nicht zu schnell aber auch nicht zu langsam von links unten nach rechts oben und zurück. Das Selbe von rechts unten nach links oben und zurück. Somit wird überall Farbe hin gespritzt.

Bei Alumodellen, wie die von Peter Müller, grundiere ich immer vorher mit einer speziellen

2 Komponenten Aluminium Grundierung und erst auf diese Grundierung kommt die erste Bronzegrünschicht. Dies ist aber bei Tamiya Modellen nicht notwendig. Die sind ja schon grün und außerdem hält die Farbe auf dem Plasik sehr gut auch ohne Grundierung.

Nach einer Trockenzeit von etwa 12 Stunden lackiere ich ein zweites Mal Bronzegrün über das gesamte Modell. Nach diesen beiden Grünschichten kommt zum Versiegeln eine Schicht matter Klarlack.

Nachdem die obligatorische Trockenzeit vergangen ist skizziere ich mir mit einer dünnen Kreide das Tarnschema auf das Modell, wobei zunächst nur die schwarzen Flächen markiert werden. Erst wenn das schwarze Schema trocken ist skizziere ich die lederbraunen Flecken.

Beim Auftragen des Tarnschemas entstehen die ersten Probleme.

Wenn man keine Double Action Pistole hat, drückt man den Auslöser und es kommt eine Menge Farbe heraus. Man spritzt mitten im Grün, dort wo eigentlich eine schöne geschwungene Linie entlang laufen sollte, hässliche Flecken wo sich die Farbe auftürmt (ähnlich wie ein Kuhfladen).

Dies kann man verhindern indem man immer ein Blatt Papier zum Anfangen vor die Pistole hält und erst wenn Farbe aus der Pistole heraus kommt diese dort hin auf das Modell bewegt, wo eigentlich die Farbe sein soll.

Dies Problem haben Double Action Pistolen Besitzer nicht, denn erst löst man behutsam die Luft aus und gibt dann äußerst gefühlvoll Farbe hinzu.

So entstehen weiche geschwungene Linien. Wenn man vorher noch nie, an einem so teuren Modell wie dem Leopard lackiert hat, sollte man vorher an einem Stück Karton die Linienführung üben.

Wie erwähnt vorher die Schwarzen Flächen, danach die braunen Flächen aufskizzieren und anschließend lackieren. Natürlich immer mit mindestens einer Trockenzeit von 12 Stunden dazwischen.

Ich möchte nachträglich noch erwähnen, normalerweise ist es so das man zuerst helle, dann dunkle und zum Schluss die dunkelste Farbe aufträgt. In diesem Fall trage ich zuerst die schwarze Farbe auf die grüne Grundfarbe auf und anschließend erst die Braune. Grund dafür ist, wenn man sich das Tarnschema genauer anschaut stellt man fest, dass sich das Braun immer an die schwarze Farbe „anlehnt“. D.H. ich tue mich leichter die braune Farbe in das schwarze Tarnschema einzuschmiegen bzw. einzubetten. Die Befürchtung, dass das Braun nicht über dem Schwarz deckt kann ich nicht bestätigen. Ich lackiere teilweise auch in das Schwarz wieder hinein, das Braun deckt ohne Probleme.

Lackierfehler behebe ich meistens mit dem Pinsel oder später beim Trockenmalen kann man viel „weg Retuschieren“ in dem man an der fehlerhaften Stellen etwas mehr trocken malt.

Washing

Wenn das Dreifarben-Tarnschema auf das Modell lackiert ist, geht es weiter mit dem sogenannten „Washing“, dem "Gegenstück zum Trockenmalen".

Beim Trockenmalen bearbeitet man überwiegend die "erhabenen, hochstehenden" Elemente, wie z.B. Nieten, Kanten usw. .. Beim Washing "bearbeitet" man genau das Gegenteil: alles, was mit Vertiefungen zu tun hat.


Auftragen auf dem Modell

Das Modell sollte nach Möglichkeit eine "Zwischenlackierung" mit Glanzlack oder zumindest Seidenmattlack haben (auf keinen Fall Mattlack), damit wir eine saubere und glatte Oberfläche bekommen. Unbedingt darauf achten, dass das Modell vollständig durchgetrocknet und die Farbe/Lack ausgehärtet ist! Ruhig 1 Tag mal warten....

Für das „Washing“ verwende ich einen Mix aus 5% ModelMaster Burnt Umber + 95% ModelMaster Verdünnung. Während des Washings muss die Farbe immer wieder gerührt werden, da sich die Farbe in dem hohen Anteil Verdünnung immer wieder absetzt. Jetzt taucht man den Pinsel kurz in die angemischte "Substanz". Wenn man jetzt den Pinsel an den Rand von z.B. einer Einstiegsluke drückt, kann man sehen, wie die Farbe am Rand der Luke oder Schraubenköpfen "wie von selbst" entlang läuft! (siehe Bild unten Laufrolle Leopard).

Durch den hohen Anteil Verdünnung verläuft die Farbe sofort. Nach dem Trocknen sieht es aus als wären um die Schraubenköpfe tatsächlich Schmutz, Fett oder sonstige Ablagerungen.

Meistens verteilt sich die Farbe flächen - mäßig. In den Ecken und besonders in den Vertiefungen bleibt der dunkleren Ton zurück!

Bei dem „Washing“ Farbton kann man verschiedene Schattierungen wählen, z.B. bei sandfarbenen Fahrzeugen verwende ich im „Washingmix“ noch zusätzlich 2% Schwarz matt oder auch schwarze Ölfarbe.

Seltsame und unerwünschte Rückstände

Manchmal kommt es vor, dass an einigen Stellen nach dem Washing, Glanz oder unerwünschte Rückstände entstehen. In den meisten Fällen bekommt man diese wie folgt weg:

Man nimmt einfach einen trockenen größeren Pinsel (ohne Farbe, ohne Verdünnung) und reibt ein paar mal vorsichtig über diese Stellen. Reicht das nicht aus, so kann man mit dem Originalfarbton des Models ein vorsichtiges Trockenmalen an den Stellen durchführen. Ansonsten verschwinden die Glanzstellen spätestens wenn Sie das Modell zum Abschluss mit Mattlack versiegeln. .Ebenfalls sehr gute Beispiele und mit Abstand besser erklärt als ich, findet man unter :

http://www.ph-modellbau.de/page_2.htm

Das „Washing“ muss sehr gut durchtrocknen. Min. 24 Stunden ! Dann geht es weiter mit dem „Trockenmalen“.

Das Trockenmalen hebt erhabene Stellen des Fahrzeuges hervor.

Die grüne und braune Farbe des Dreifarben-Tarnschemas muss für sich einzeln trocken bemalt werden.

Das heißt die bronzegrünen Stellen werden mit Revell Khaki Drap 86, die lederbraunen Stellen mit Humbrol Matt Leather 62 bemalt.

Die schwarzen Flächen des Tarnschemas werden mit bemalt, wenn das ganze Modell den trocken Anstrich aus Humbrol Khaki Drill 72 erhält.

Dieser Khaki Drill Anstrich imitiert zusätzlich die Staubige Oberfläche des gesamten Fahrzeugs.

Ebenso verhält es sich, wenn der, ich nenne es mal „Metall“ Effekt, trocken über das gesamte Modell gemalt wird. Denn der gesamte Panzer soll aussehen als wäre er richtig guter Stahl.

Für diesen metallischen Effekt verwende ich Revell Aluminium 99 oder

ModelMaster Aluminium 1781.

Trockenmalen funktioniert wie folgt :

Einen dicken weichen Rotmarderhaar Pinsel Gr.8 (z.B. Lukas Goldtoray5408 Gr.8) nehmen, in betreffende Farbe eintauchen, danach auf ein nicht fusselndes Papiertaschentuch, am besten Tempo klassisch, wieder ausstreichen und wichtig nicht auswringen, bis fast keine Farbe mehr auf dem Pinsel ist. Diesen fast „trockenen“ Pinsel dann ohne Druck über die erhabenen Stellen des Modells führen und plötzlich werden die Kanten hell. Die tiefen Stellen sind vom vorherigen „Washing“ dunkel und wir haben einen phantastischen, gebrauchten und verschlissenen Effekt obwohl wir die Grundfarbe im Großen und Ganzen nicht verändern.

Wichtig ist noch zu erwähnen, man braucht gutes Licht. Am besten Tageslicht, um die zunächst geringen Farb-Veränderungen zu sehen. Gefahr bei schlechtem Licht ist, dass man zuviel Trockenmalt und das Ergebnis nicht mehr real aussieht. Dies kann vor allem beim Metalleffekt-Trockenmalen passieren indem man zuviel Aluminiumfarbe am Pinsel lässt.

Dort wo die Besatzung über die Antirutschbeläge läuft muss etwas mehr „Staub“ trocken- gemalt werden. Um die Einstiegsluken sollte mehr Farbabrieb bzw. Metalleffekt sein. Ebenso sind Handgriffe meist fast blankes Metall. Um die Tankdeckel sollte man etwas schwarzes „Washing“ nachträglich anbringen. Die Auspuff Russstellen malt man trocken mit Schwarz matt. Roststellen entweder mit einer Eigenmischung oder mit fertiger Rostfarbe entweder verdünnt herunter laufen lassen oder verdickt an die „Roststelle“ mit einem kleinen Pinsel hintupfen nicht streichen. Für Rost ist auch Pastellkreide gut zu gebrauchen.

Aber wie gesagt immer mit Maß und nicht übertreiben denn das wirkt meist gegenteilig. Lieber zwei, dreimal trocken „hinpinseln“ als zuviel.

Irgendwie muss man sich in das Modell hineindenken können, oder sich sehr gut ein Originalfahrzeug vorstellen, um die Farbverschleißstellen richtig dosiert nachstellen zu können.

Aber mit ein wenig Übung und vor allem Geduld wird sich der Erfolg mit Sicherheit einstellen.

Während der Trockenzeiten kann man das Werkzeug das bei vielen Panzerfahrzeugen außen angebracht ist, schon in den Grundfarben entweder mit Humbrol 53 Gunmetal und

Humbrol 186 Brown oder die Metallteile der Werkzeuge in Bronzegrün Revell 65 und ebenfalls die Holzstiele mit Braun anmalen. Dabei genauso wie beschrieben das Washing auftragen, sowie anschließend trocken malen um aufzuhellen und gebraucht darzustellen.

Abziehbilder

Nachdem nun der „Trockenmalvorgang“ abgeschlossen ist werden die

Wasserschiebebilder (neuDt.: Decals) angebracht.

Zunächst schneide ich die Bilder mit einem sehr scharfen Messer, so knapp wie möglich aus dem Bogen aus.

Anschließend stelle ich mir warmes Wasser mit Pril hinzu und pinsele die Stellen dort wo die „Decals“ sein sollen mit Humbrol Klarlack glänzend an. Der Klarlack sollte so verdünnt sein das der Pinselstrich ohne weiteres in sich verläuft.

Die Fläche mit dem Klarlack sollte ebenfalls so klein wie möglich gehalten werden.

Währendessen liegt das erste Bildchen schon im Wasser und löst sich ab.

Wenn sich das Bild von der Trägerfolie ablöst, lege ich es auf ein Tempo, tupfe das überschüssige Wasser vorsichtig ab, lasse dabei aber das Bild auf der Trägerfolie.

Nun nehme ich das ganze „Decal“ mit einer Pinzette und halte es vorsichtig an die Stelle wo es kleben soll. Jetzt nehme ich eine zweite Pinzette oder einen kleinen Flachschraubendreher hinzu und schiebe das Bild vorsichtig von der Trägerfolie auf das Modell ab. Mit dem Pinsel, womit ich den Klarlack aufbrachte positioniere ich eventuell das Decal noch nach und male dann über das „Decal“ erneut Klarlack glänzend.

Somit hat man den glänzenden Effekt der Trägerfolie neutralisiert und man erlebt nach dem aufsprühen des matten Klarlacks keine Überraschungen.

Die „Decals“ sehen mit dieser Vorgehensweise aus wie hinlackiert.

Jetzt wird das Modell mehrmals mit Humbrol Klarlack Matt übersprüht.

Vorsicht dabei, dass nicht zu viel Klarlack auf eine Stelle des Modells gesprüht wird, denn manche Klarlacke (nicht Humbrol Klarlack), haben die sehr schlechte Eigenschaft, dass sie dann weiß werden und das ist äußerst ärgerlich und auch nicht mehr behebbar !!

Finale

Nach einer ausreichend langen Trockenzeit wird das Modell endgültig zusammengebaut.

Jetzt kann man noch behutsam an diversen Stellen Rost und Korrosion mit Rostfarbe oder mit Pastellkreide nochmals andeuten.

Wenn das Modell dann soweit fertig ist „verschmutze“ bzw. „verstaube“ ich es zusätzlich ebenfalls mit Pastellkreide.

Dazu schabe ich mit einem scharfen Messer Hellbraun 85% + Weiß 10% und Gelb 5 % von den einzelnen Pastellkreide Stücken. Vermenge die drei Farben gut und bringe die Mischung quasi in „Fahr-Verschmutzungs-Richtung“ an. Soll heißen wenn der Panzer einen staubigen Weg auf dem Truppenübungsplatz fährt staubt es auch nur bestimmte Stellen am Panzer ein und dort bleibt der Dreck natürlich auch hängen. Diese Verschmutzung stelle ich mit oben genannter Pastellkreide nach.

Ein paar Worte noch, z.B. bei Müller Modellen müssen versenkte Schraubenköpfe verspachtelt werden. Das verschleifen der getrockneten Spachtel sollte man sehr gewissenhaft machen, da man eine schlecht verspachtelte bzw. verschliffene Oberfläche spätestens beim Trockenmalen durch das Aufhellen der erhabenen Stellen sieht. Beim Tamiya Modell habe ich nur den Übergang von der Heckgräting zum Seitenteil links und rechts verspachtelt.

Wenn man beim Lackieren tatsächlich das Modell total „versaut“ dann kann man mit Bremsflüssigkeit, mit Backofenreiniger oder Sandstrahlen die Farben ab bekommen. Wobei mit den Flüssigkeiten sollte man vorher irgendein unwichtiges Teil einlegen bzw. behandeln, nicht das die Flüssigkeit das Plastik zerstört. Ich habe meine Restaurierungsobjekte immer Sand gestrahlt um die Farben ab zu bekommen.

Fertig


p.s. Die Fotos zeigen nicht richtig die tatsächlichen Farben und die tatsächlichen Farbunterschiede. Außerdem schaut das getrocknete Washing wilder aus als es ist und die staubigen Flächen sehen zu Weiß aus.

Verwendete Farben :

Revell Bronzegrün matt 65 Grundfarbe

Revell Lederbraun matt 84 Tarnung

ModelMaster Schwarz matt 1583 Tarnung

ModelMaster Lederbraun 1736 Zumischung für Braun Tarnung

Humbrol Khaki Drill 72 Trockenmalfarbe für gesamtes Modell

stellt Staub dar

Humbrol Leder 62 Trockenmalfarbe für Braun der Tarnung

Revell Khaki Drap 84 Trockenmalfarbe für Grundfarbe Grün

ModelMaster Aluminium 1781 Trockenmalfarbe gesamtes Modell Metalleffekt

Pastellkreiden Satz Staub, Rost oder stärkere

Schmutzablagerungen

Humbrol Klarlack Matt Versiegelung für gesamtes Modell

Humbrol Klarlack Glänzend für Decals

Humbrol / ModellMaster Verdünnung für Airbrush für die Farben zum verdünnen

Humbrol 53 Gunmetal für Schaufeln oder Hacken

Humbrol 186 Brown für Holzstiel der Schaufeln

ModelMaster 2005 Burnt Umber + 95% Verdünnung für Washingmixtur

Tarnschema ist in etwa Original Tamiya Plan


Sehr gute Literatur und Anwendungsbeispiele zum Bemalen von Militärfahrzeugen sind die Bücher von Verlinden „The Verlinden Way Volume 4“ bis „6“. Sie beziehen sich zwar auf 1:35er Modelle sind aber ebenfalls für größere Maßstäbe anwendbar.


Beitrag von Guenther_A


 
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