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      Panther Panzer 1/10 Eigenbau
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Thema: Panther Panzer 1/10 Eigenbau

[ - Antworten - ]
Seiten: (1) (2) [3]
21.10.2026, 13:11 Uhr
Micha_Ney besucht im Moment nicht das Board.Micha_Ney eine private Nachricht schreibenMicha_Ney


Hallo Frank

Danke
Aber es ist kein Befehlspanzer, ist die normale Version G späte Ausführung ab November 1944.

Mein Kollege hat seinen, als Befehlspanzer ausgeführt Version G späte Ausführung ab November 1944.

Der hat dann drei Antennen für das Fug 5 und das Fug 7/8 je nach Fahrzeug
Befehlswagen haben in der Mitte des Hecks wo mein Rohrwischergehäuse liegt,
eine sehr große Stab Stern Antenne
und haben noch eine 1,40 lange auf dem Dach des Turms hinten links
Die 2 m Antenne vor dem Lüfter haben alle Panther Panzer dort
des weiteren wurde die Munition auf nur 64 Granaten reduziert und das vordere
koaxial MG 34 aus der Turmblende entfernt für den Platz des zusätzlichen Funkgerätes.
Dafür ist dann in der Turmblende ein Stopfen und das Loch für das MG verschlossen.

Der Panther Panzer aus Munster ist so ein Fahrzeug in Version A
In Koblenz steht ein normaler so wie meiner aber ohne Kinnblende in Version G

beste Grüße Micha
  
21.10.2026, 14:56 Uhr
Micha_Ney besucht im Moment nicht das Board.Micha_Ney eine private Nachricht schreibenMicha_Ney


Hallo Reinhard,

ja ich hatte im Vorfeld 2 Stück 1/16 Panzer eine Katastrophe.
Ich möchte fahren und nicht ständig reparieren müssen.
Musste bisher nur einmal das Getriebe nachfetten aus reiner Vorsicht.
Ich beanspruche den Panzer sehr und möchte das es hält.

Ja bei der Kette hatte ich meine bedenken, wollte eine vom Gießwerk aber das war nicht mehr möglich,
mit diesen Ketten hatten viele Kunden Welt weit, nur gute Erfahrungen über Jahrzehnte.

Hätte jemanden der mir die Glieder aus dem vollen Fräst auf einer 5D Maschine kostet aber mit Mat 5€
pro Kettenglied was extrem günstig wäre hätte dann einen CK 45 bis CK 60 genommen als Material
Dann Kann man die Glieder noch Gas Nitrieren.
Das Antriebsrat und Umlenkrad ist vom Material her auch nitrierbar aber so wie es aussieht scheint das nicht
nötig zu sein, es ist kein Abrieb messbar bisher.

Die Ketten von Stehr waren die einzige preiswerte Lösung ohne zu viel Arbeit.
Er benutzt zum Gießen ein sehr hochwertiges Aluminium.
Die Kettenglieder müssen noch gut entgratet werden und dann kann man sie nutzen.
Stifte habe ich selber gebaut, die Nägel dir er liefert gehen gar nicht.
Stifte sind aus Fahrrad Speichen mit M2 Gewinde an beiden Seiten, Muttern aus VA runter gedreht bis der 6kant weg ist.
Ich habe jetzt ca 150km mit dem Panzer gemacht, dieses Jahr, versuche jedes Wochenende für 2 bis 3 Stunden
fahren zu gehen. Seit März fährt das Fahrzeug.
Ich fahre im Wald auf verschiedenen Untergründen aber manchmal auch auf der Straße.
Die Strasse versuche ich zu meiden.
Bisher bin ich mehr als zu frieden die Ketten laufen wirklich absolute Spitze.
Der Abrieb ist sehr gering auf den Laufflächen, es gibt keine Spielvergrößerung in den Stiftlöchern.
Die Kette ist immer noch extrem steif in der Seitenbewegung, keine Seitenbewegung möglich, es gibt bis jetzt nichts zu beanstanden.
Aktuell kann ich nur sagen sehr gute Qualität.

Ich habe alle Zeichnungen selbst erstellt.
Daher habe ich immer etwas Aufmaß an den Blechen gelassen, damit man alles zupassen kann,
um die originalen Masse raus zu bekommen, wenn es zusammen gebaut ist.
Verbunden und verschraubt ist fast alles mit 4kant Material ST37 wird dann sehr massiv und steif und man kann bei
der Prototyp Herstellung noch mal demontieren und nacharbeiten bis alles zusammen passt.
Alu habe ich nicht genommen, da Gewinde in Alu nicht so haltbar sind, Stahl ist da besser, kann man 1000 mal rein und raus schrauben und geht immer noch. Kinnblende und Kanonenwiege sind aus Alu wegen den hoch komplexen Fräsarbeiten,
wäre sonst auf unseren Maschinen kaum umzusetzen gewesen in Stahl.

Die Grundalukomponenten wie Lüfter und Lüftungsgitter sind bei Stehr bestellt zugepasst und verfeinert
Das Feingitter stammt aus dem Bauhaus also ganz simpel.

Ich bin seit 28 Jahren im Kraftwerks Turbinenbau tätig
angefangen habe ich mit einer Schlosser Ausbildung
und habe dann 5 Jahre Reglungskomponenten für die Turbine gebaut und geprüft.
Danach habe ich als Vorabeiter 2 Abteilungen geleitet für 5 Jahre.
Dann war ich auf Montage als Befunder nach Schäden, Reparateur bei speziellen Bauteilen, Baustellen Leiter und Qualitätsexperte.
Seit 2015 bin ich Projektleiter.
Modellbau betreibe ich seit dem ich 5 Jahre alt bin, mein erstes eigenes Segelschiff habe ich mit 7 Jahren begonnen zu bauen
Modellbahn in allen Größen N, TT, HO und Gartenbahn
Echtdampf Modellbau im Alter von 26 Jahren
Dann Rennboote mit der Fertigung eigen designter Rümpfe und fertige Rümpfe.

Ja und jetzt Panzer aktuell mit meinem Kollegen, 2 mal diesen Panther und als nächstes ein Stug 3 späte Ausführung
an den Zeichnungen sitze ich gerade.

Meinen Stahl und mein Material beziehe ich über den normalen Stahlhandel auf Rechnung funktioniert sehr gut.
Messing und Alu über Ebay ist da oft sehr preiswert im Gegensatz zum normalen Handel.

Die Oberfläche der äußeren Stahlplatten ist mit Absicht so rau, das stammt nicht vom Lackieren die Platten von oben sind alle sehr glatt. Ich war in diversen Museen um zu recherchieren die Panzerplatten waren gewalzt,
was wohl laut den Büchern, zu der Zeit, nur Deutschland in dieser Größe konnte.
In den Musen ist die Oberfläche nicht glatt wie bei normal gewalzten Blechen heut zu tage.
Davon habe ich diverse Fotos als Vorlage gemacht.
Ob die Fahrzeuge damals als sie neu gefertigt waren super glatte Belche hatten war nicht eindeutig heraus zu finden,
diverse schwarz/weiß Fotos gaben mir den Hinweis das die Oberfläche Rau war.
Die Angestellten im Panzer Museum Munster mit denen ich gesprochen habe, wussten es auch nicht so genau.
Daher habe ich mich entscheiden dem zu folgen was ich habe/hatte und habe alle dickeren Panzer Platten an den Seiten, der Front dem Turm gespachtelt rau gemacht und nach geschliffen vor dem Lackieren.
Der Rest am Fahrzeug ist einfach Dreck Staub Sand und alles vom Fahren.

Wenn du hier präzise vorgaben hättest, was die Rauheit von den damaligen Platten angeht, nach Produktion wäre das
super für die kommenden Modelle.

Ach zum Airbrush ich hatte überlegt mir so etwas zu zu legen, aber die Lacke sind alle normal, kein 2k Lacke daher nicht gegen
Säure, Stoß und so weiter resistent, daher ich habe ich 2k Lack aus dem Military Shop nach den original RAL nummern bestellt.
Kleinigkeiten sind mit Revel Farben nachgearbeitet und gealtert und Lackiert, siehe Auspuffrohre und so weiter.
Werkzeuge sind beim Metall Revel Farbe und das Holz ist gebeizt.
Diese Revel Farben halten aber nicht mal das Rauch Öl aus, deswegen werden die Auspuffrohre so krisselig.
Und der C Hacken am Heck ist wieder fast Silber. Der Eimer ist jetzt mit 2K lackiert,
damit es hält, der war auch schon wieder Silber.
Ist meine erste Panzer Lackierung daher noch extrem viel Luft nach oben.
Für Tipps bin ich Dankbar.


Gruß Micha
  
21.10.2026, 17:31 Uhr
Frank (FN) besucht im Moment nicht das Board.Frank (FN) eine private Nachricht schreibenFrank (FN)
Der, der nicht nur den Imai sondern auch einen 250/8 zersägte !



Hallo Micha ,

Ich hatte mich irretieren lassen von dem Rohrbehälter am Heck :rolleyes: bei den KT´s ist es für die Antennen des BP , nix für ungut.
--
Gruß

Frank


Königstiger 1:10 Baubericht
  
21.10.2026, 19:01 Uhr
Panther-438 besucht im Moment nicht das Board.Panther-438 eine private Nachricht schreibenPanther-438


Servus Micha,

eine respektable Arbeit habt Ihr da geleistet! Neidlose Anerkennung. Alleine der Chromstahl treibt mir die Schweißperlen auf die Stirn. Sind die Drehteile CNC gefertigt? Auch die Schwingarme sind hervorragend, diese Lösung habe ich bisher noch nicht gesehen. Top!
Die Probleme mit der langsamen inneren Kette kenne ich auch, so richtig glücklich war ich erst mit den Schneckengetrieben von Dunker.
Danke für Deine Erläuterungen zum Fahrwerk und für die übermittelten Maße. Die 20mm bei den Leiträdern habe ich auch genommen. Bei den inneren Laufrädern hatte ich mir 19,5mm vorgestellt, also gar nicht so weit weg.

Gruß Kurt
  
21.10.2026, 22:54 Uhr
paul182 besucht im Moment nicht das Board.paul182 eine private Nachricht schreibenpaul182


hallo Micha,

danke für Deine wirklich umfangreiche Antwort.

Zwar schreibst Du nur Positives über die Stehr-Ketten, dennoch hättest Du das unschlagbar günstige Angebot der CK45-Fräsglieder auch annehmen können. Aber die Stehrglieder waren ja schon gebohrt. Und allein über das Fräsen kann man die Gußnachbildung nicht so darstellen.

Von den Kettenbolzen aus Fahrradspeichen hatte ich schon gehört. Offensichtlich lassen sich auf die Speichen M2-Gewinde schneiden. Das hätte ich mir nicht gedacht, da die Speichen sicher recht hart sind.

150 km Fahrtstrecke für ein so relativ kleines Modell. Das liest sich wie ein Langzeitversuch, so, als würdet ihr damit in Serie gehen wollen.
Du hast die Eisenbleche mittels Vierkantmaterial verschraubt. Hat sich da beim Dauer-Geländebetrieb nichts gelockert?

Nein, die damaligen gewalzten Bleche waren nicht superglatt. Das konntest Du sicher an den besichtigten Originalen beobachten. Deshalb braucht es eine gute Hand um die Struktur mittels Aufspachteln und Abschleifen herzustellen. Bei zu dick aufgetragener/aufgemalter Farbe besteht halt zudem die Gefahr, daß Schraubenköpfe nicht mehr so gut sichtbar bleiben.

Ich habe mein Modell mit mennigeroter Industriegrundierung aus der Dose gespritzt und dann noch Tamiyafarben aufgesprüht.
Sollest Du nicht durch dichtes Gestrüpp fahren, was ja sowieso wegen der angebrachten Werkzeuge und Ersatzglieder nicht ginge, so dürfte der Farbabrieb überschaubar bleiben.

Hut ab vor Deinem beruflichen Werdegang! Zudem bist Du ein wirklich breit gefächerter Modellbauer, quasi ein Leben lang. Hattest Du nie mal einen Durchhänger?

Grüße von Reinhard
  
22.10.2026, 14:49 Uhr
Micha_Ney besucht im Moment nicht das Board.Micha_Ney eine private Nachricht schreibenMicha_Ney


Hallo Kurt,

alle Bauteile sind konventionell gefräst.
Jeder von uns hat eine Fräse und eine Drehbank dazu
Drehtisch als Teilapparat, 3 Achs Maschinenschraubstöcke und einen Teilapparat
Meine Fräse ist von HBM und hat ein digitales Messsystem was die Arbeit erleichtert.
Damit kann man dann auch über fixe Punkte anfahren Radien in Längsrichtung fräsen.
So ist die Kanonen Blende entstanden.

19,5 für die Laufräder ist bestimmt gut. Unsere waren schon fertig als wir die Kette gekauft haben.

Gruß Micha
  
22.10.2026, 15:11 Uhr
Micha_Ney besucht im Moment nicht das Board.Micha_Ney eine private Nachricht schreibenMicha_Ney


Hallo Reinhard,

Ich kann da wirklich nichts schlechtes sagen die Ketten von Stehr sind wirklich bisher sehr gut und
sie sind ja nicht für diese Gewicht konstruiert.
So ein Stehr Panther wird so max 25 kg wiegen, ist ja alles aus Alu.

Für die Bolzen haben wir eine Vorrichtung gebaut damit alle Gewinde gerade drauf sind und nicht krumm und schief
hat aber einige Schneideisen gekostet.

Die Fahrstrecke ergibt sich einfach über das Jahr wenn man mit dem Modell auch fahren will.
Nein in Serie hatten wir kurz überlegt aber das Risiko ist zu groß keine Abnehmer zu finden.
Man braucht dann eine große Garage oder kleine Werkstatt und muss sich mindestens eine DMU oder ähnliches holen
um Teile Gleich in Serie zu fertigen. Wenn es sich dann noch lohnen soll auch wegen dem Aufwand muss
man so um die 10k€ für ein fertiges Modell nehmen. Fertigungszeit darf dann max 10 Monate betragen
und man muss Pro Jahr 10 Modelle Verkaufen. Dann ist das kein Hobby mehr.

Es ist alles Verschraubt das stimmt und wir haben 12.9er Schrauben genommen zusätzlich Loctite blau
da löst sich nichts.

Zu dem Durchhänger muss ich sagen ja sowas gibt es beim Lokomobile war es so da ich da auch 3 Jahre dran gebaut habe
man denkt immer, ab und zu wird denn das nie fertig.
Beim Panzer war es auch oft so, es gab zwar keine wirklichen Rückschläge außer dem Getriebe, aber trotzdem zieht es
sich, ich denke das kennt jeder. Ich baue dann immer so weit wie möglich zusammen manchmal auch einfach nur zusammen kleben, mit Sekunden Kleber, um zu sehen, wie es wird.
Das motiviert dann wieder, jedes kleine Teil was man fertig bekommt und gleich anbaut ist Motivation.
So ist es zu mindestens bei mir. Solche Langzeit Projekte sind immer Kraft zehrend, deswegen ist das nächste, das Stug3
da rechnen wir mit 1 1/2 Jahren als Bauzeit kleine Laufrollen kein Drehturm.
Hoffentlich einfacher um zu setzen.
  
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