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Thema: Rohrrücklauf; Umbau |
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04.07.2011, 13:23 Uhr
 Oldchap

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Hallo zusammen,
ich habe mir einen Königstiger 1:6 von Bigtanks zugelegt. Das Modell gibt es gegen geringen Aufpreis mit eingebautem Rohrrücklauf, der auch von der BT-Elektronik (dem sog. Bigtanks-Board) mit bedient werden kann.
Dieser Rohrrücklauf ist über ein kräftiges Servo realisiert. Das Servo wird beim Schuß von der genannten Elektronik so bedient, daß es einmal zurück- und wieder vor läuft. Leider erfolgen beide Bewegungen mit der selben Geschwindigkeit, und das ist nicht vorbildgetreu. Das wollte ich ändern und einen Rohrrücklauf bauen, der schnell zurück und langsam wieder vor läuft.
Dafür gäbe es Bauvorschläge für elektronische Lösungen, die mir aber zu aufwendig waren (Platinen ätzen etc.). Ich habe jetzt eine Lösung entwickelt, die sehr einfach und kostengünstig zu bauen ist:
Die Elektronik des Servos wird samt Poti ausgebaut. Danach wird auch der Anschlag entfernt, der den Servohebel am freien Durchdrehen hindert. Übrig bleibt ein Getriebmotor mit Servohebel dran, der beliebig lange in beide Richtungen laufen könnte. Ich brauche aber nur eine Drehrichtung. Das Servo wird sodann mit 2 Tastern versehen, die vom Servoarm bedient werden; einer in vorderster, einer in hinterster Stellung. Am Servoarm wird eine Kuppelstange befestigt, die das Kanonenrohr bedient.
Jetzt ist vermutlich schon klar, wie die Sache läuft: vor dem Schuß steht der Servoarm in vorderster Stellung und bedient den dortigen Tastschalter, der das Servo abschaltet. Kommt nun der Schußimpuls (z.B. von einem Soundmodul oder vom o.g. BT-Board), wird der Servomotor angesteuert und macht genau eine volle Umdrehung, bis er sich wieder selbst abschaltet. Damit läuft das Rohr erst einmal zurück und wieder vor. Der vordere Tastschalter sorgt für diese eine Umdrehung, auch wenn der Impuls vom Soundmodul längst wieder weg ist. In der hintersten Stellung betätigt der Servoarm beim Vorbeilaufen kurz den 2. Taster, der über ein 2. Relais in Selbsthalteschaltung die Betriebsspannung des Servomotors vermindert und damit den Vorlauf deutlich langsamer macht als den Rücklauf. Der vordere Tastschalter schaltet die ganze Sache wieder ab, bis der nächste Schuß fällt.
Ich benutze für den schnellen Rücklauf ca. 8 - 10 V und für den langsamen Vorlauf etwa 4 - 5 V; das ergibt einen realistischen Gesamteindruck. Die Spannungen erzeuge ich aus den 12 V des Fahrakkus mit einem Festspannungsregler und ein paar Dioden. Die Kosten für diese "Schaltung" (wenn man die paar Teile so nennen will) liegen unter 10 €. Die ausgebaute Servo-Elektronik gibt noch einen kostenlosen Fahrtregler ab, z.B. für den Getriebe-Motor, der die Kanone bewegt.
Wer ein Soundmodul von Beier benutzt (oder ein anderes, das eine einstellbare Impulslänge hat), kann sich noch den hinteren Schalter und das 2. Relais einsparen. Die Kosten für diesen Rücklauf liegen dann noch unter 5 €.
Hier Bilder der Schaltung vor dem Einbau sowie ein Foto im betriebsfertigen Zustand. Man erkennt den gerade begonnenen Rücklauf; außerdem Teile der Rohrhebe-Einrichtung, des Gegengewichts zur Kanone und des Reibungsdämpfers, der Schwingungen des langen Kanonenrohrs bei der Fahrt im Gelände verhindern soll. Beides sind Eigenbauten:
-- Viele Grüße
Gerhard
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04.07.2011, 16:09 Uhr
 halbkette

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Hallo Gerhard,
ich bin zwar kein Fan von BigTanks-Modellen,
aber mir gefällt deine wohl-durchdachte Selbstbau-Lösung gut, weil sie wirklich fast in allen Größen und für jedermann nachbaubar ist. Allerdings kommt man um ein paar Elektronik-Schaltungs-Kenntnisse trotzdem nicht herum.
Ebenso gut gefällt mir deine Beschreibung.
Weiter so in der Art - ( das kommt mir irgendwie bekannt vor.)
--
Gruß Hartmut
" Ein Modell ist mehr als nur die Summe seiner Teile "
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Beitrag 1 mal editiert. Zuletzt editiert von halbkette am 04.07.2011 16:10. |
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04.07.2011, 17:02 Uhr
 Oldchap

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Hallo Hartmut,
ja, die Schaltung ist nicht vom Panzertyp oder vom Panzerhersteller abhängig. Man kann sie überall da benutzen, wo sie mechanisch reinpaßt. Ein paar Elektronik-Kenntnisse schaden sicher nicht, aber ein Hexenwerk ist das bestimmt auch nicht. Wer löten und ein einfaches Schaltbild lesen kann (das ich gerne veröffentlichen kann, wenn es interessant ist), sollte damit zurecht kommen. Im anderen Forum haben wir das schon mit Erfolg getestet. -- Viele Grüße
Gerhard
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