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Thema: Umbauprojekt, Tiger 1:8 |
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03.07.2011, 01:17 Uhr
 Oldchap

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Hallo Stahlpanther,
eins vorneweg: Deine Umbauten sind technisch erste Sahne, daran besteht für mich kein Zweifel! Auch daran, daß bestimmte BT-Lösungen gewöhnungsbedürftig sind, zweifle ich nicht. Über die eine oder andere habe ich auch schon den Kopf geschüttelt.
Dazu gehören zweifellos die Schwingarmhebel. Daß die aus abgesägten Schraubenschlüsseln entstanden sind, finde ich merkwürdig (weil zu schade), aber erst mal nicht störend. Schlimmer ist schon, daß die Klemmbefestigung auf der Welle das Drehmoment nicht immer verträgt und durchrutschen kann. Das hat man erkannt und stirnseitig Schweißpunkte gesetzt, die aber gelegentlich auch abplatzen. Dies ist in meinen Augen ein Schwachpunkt. Der Hersteller ist wohl inzwischen auf einen Spannstift umgestiegen, der quer durch Welle und Hebelauge verläuft. Das kann funktionieren, muß aber nicht.
Eine gebrochene Alu-Schwinge des Schwingarms hatte ich zuvor noch nicht gesehen, und ich kenne auch keinen solchen Fall von den BT-Kollegen. Ich habe hier wegen eines Transportschadens einen Köti-Schwingarm in 1:6 liegen; der hat fast einen qcm Querschnitt. Das sollte auch bei Alu ausreichen, ist für mich also nicht unbedingt ein Konstruktionsfehler.
Meine Wannenlager haben Dichtringe; sollten also keine Probleme machen. Aber ich weiß, daß das nicht immer so war.
Deine 1:4-Umbauten habe ich gelesen. Besonders der gezeigte Tiger litt offenbar an einer deutlich zu schwachen Federung; er lag ja fast auf dem Boden! Mein Köti hat ab Werk straffe Federn und Endanschläge fürs Ausfedern. Man muß das Modell schon ordentlich beladen, wenn sich die Federn von diesen Anschlägen wegbewegen sollen. Bei normaler Beladung (Gewicht ca. 100 kg) tritt das nicht auf; die Laufrollen federn nur einzeln beim Überfahren von Hindernissen ein.
Daß die BT-Wanne aus GFK statt aus Stahlblech besteht, sehe ich nicht als Nachteil an, denn sie ist m.E. an allen Stellen ausreichend dimensioniert. Daß innen das Gewebe / Vlies hervortritt, ist bei allen GFK-Modellen so. Manche Stoßstellen könnten aber optisch besser verarbeitet sein.
So, jetzt aber mal zu den Punkten, die mich an meinem Köti-Fahrwerk plus Wanne gestört haben (von einem heftigen Transportschaden mal abgesehen):
1. Die durchgehende Leitradachse ist zwecks Kettenspannung in Langlöchern der Wanne geführt. Hier können Schmutz und Wasser in großem Stil eindringen. Als Abhilfe habe ich aus 2 Kunststoffplatten einen kleinen Kasten gebaut, der die Achse aufnimmt und die Wanne hier dicht macht.
2. Auch die vordere Verbindung der Unter- mit der Oberwanne läßt 2 breite Streifen "Luft". Hier habe ich eine Art abschraubbare Prallplatte in die Unterwanne eingebaut, die die Unterwanne für sich gesehen bis zu ihrer Oberkante dicht setzt. Das ist zwar fast schon Luxus, aber bei dem wenigen Aufwand leistet man sich den eben.
3. Die vordersten Schwingarm-Hebel samt ihren Federn liegen unglücklich, weil die Federn beim vollen Einfedern von den inneren Antriebsketten erfaßt werden könnten. Von einem solchen Fall habe ich gelesen. Daher habe ich einfach meine Motoren mit Unterlegplatten höher gesetzt, so daß das Problem bei mir nicht auftreten kann.
4. Die Zahn- und Treibräder sind auf den Wellen mit durchgesteckten Stiften befestigt. Das hält zwar, gefällt mir aber technisch nicht sonderlich. Ich habe die Stifte vorsichtshalber wenigstens durch Schrauben mit Stopmuttern ersetzt. Besser wäre natürlich z.B. eine geschlitzte Klemmung.
Soweit Wanne und Fahrwerk meines Köti. Einen Grund, von der GFK-Wanne wegzugehen, sehe ich für mich nicht; aber das kann natürlich jeder für sich entscheiden. Bei Stahl bekommt der Panzer mehr Gewicht und büßt damit aus meiner Sicht einen deutlichen Vorteil der relativ leichten Bigtanks ein (Belastung von Arbeitstisch, Kran, Auto,....) . Echte Kettenschlösser braucht man definitiv nicht; allenfalls kann man gehärtete Schrauben für die inneren Kettenverschlüsse verwenden. Stopmuttern sind aber auf jeden Fall anzuraten.
Mein Panzer hat inzwischen ca. 6 Laufstunden, und man sieht, daß sich Ketten und Treibräder (beides Aluguß) aufeinander eingearbeitet haben. Die Treibräder / -Kränze würde ich übrigens keinesfalls in Stahl ausführen! Das würde in Verbindung mit Sand wie eine grobe Feile auf die Aluketten wirken, und das wäre schlecht! Treibräder sind immerhin weitaus billiger zu ersetzen als die Ketten. Bigtanks spricht übrigens von 200 Stunden Betriebsdauer ohne Verschleißreparaturen. Das sind für mich bei vllt. 20 Betriebsstunden / Jahr allemal 10 Jahre. Danach ersetze ich die Treibkränze gerne.
Aber ich habe noch weitere Umbauten durchgeführt. Bei Interesse kann ich gerne davon berichten. Die Abschleppösen für die Schäkel vorne und hinten z.B. sind aus Vereinfachungsgründen an der Oberwanne angebracht und nicht belastbar, sondern nur für die Optik gedacht. Wenn man da etwas anhängt, brechen sie schlicht ab. Darüber kann man geteilter Meinung sein. Ich habe die Dinger jedenfalls durch massive Alu-Beschläge ersetzt, an denen ich meinen Panzer an einem Selbstbau-Kran aufhängen kann. Das ist bei mir nötig, weil ich ihn nur so durchs Kellerfenster ins Freie bekommen kann.
Als zahlreiche weiteren Änderungen habe ich z.B. einen "richtigen" Rohrrücklauf entwickelt und gebaut, der die Kanone unterschiedlich schnell zurück und vorlaufen läßt, usw. usw. Meinen Panzer habe ich inzwischen in der Rubrik "Fertigmodelle" mit Bildern vom Einsatz vorgestellt.
-- Viele Grüße
Gerhard
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03.07.2011, 16:11 Uhr
 stahlpanther
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Hallo Leute,
ich habe noch keinen BT mit 200 Bertiebsstunden ohne Reparaturen gesehen,
habe am Umbau weiter gemacht, die Federung ist komplett und die Antriebsachsen mit Ritzel vorgefertigt und die Materialaufdickung an den vorderen Abschleppösen, welche absolut Belastbar sind, als nächstes sind die Mittellagerböcke und die geteilten Leitradachsen mit Klemmung dran.
Gruß stahlpanther



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Beitrag 1 mal editiert. Zuletzt editiert von stahlpanther am 03.07.2011 16:16. |
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03.07.2011, 16:52 Uhr
 EDE
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Gefällt mir immer besser!!
Wie kannst du die Federung einstellen- sind die einfach auf der Achswelle geklemmt?
Verdreht sich da nichts'?
Gruß
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03.07.2011, 17:06 Uhr
 stahlpanther
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Hallo EDE,
die Federhebel werden mit Madenschrauben, welche einen Scheidring besitzen, festgezogen, bei mir hat sich damit noch nie etwas verstellt.
Gruß stahlpanther
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03.07.2011, 20:02 Uhr
 amy

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Hallo Stahlpanther
von wem beziehst du die Ferdern ?
gruß Zoran
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03.07.2011, 21:23 Uhr
 stahlpanther
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Hallo Zoran,
die Federn werden nach meinen Vorgaben gefertigt.
Gruß stahlpanther
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03.07.2011, 21:53 Uhr
 amy

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Hallo Stahlpanther
bin vielleicht jetzt etwas nervend aber gibt es ein Vidio von einen deiner Panzer mit dieser Federungsart im Netz zu sehen ?
Würde mir gerne mal das Federungsbild in fahrt ansehen.
Gruß Zoran
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05.07.2011, 00:33 Uhr
 Oldchap

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Hallo Stahlpanther,
die gewählte Lagerungs- und Federungsart macht ja doch einen gewissen Aufwand, zumal wenn die Federn erst noch gewickelt werden müssen. Da hätte man doch auch gleich die vorbildgetreue Drehstabfederung anwenden können, oder? -- Viele Grüße
Gerhard
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05.07.2011, 17:52 Uhr
 stahlpanther
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Hallo Gerhard,
eine Drehstabsfederung ist bestimmt auch Interessant, aber ich habe mich für diese Federung entschieden, weil ich mir dafür ein Berechnungsprogramm erstellt habe, womit ich alle Kettenpanzertypen, von M1:16 bis 1:4, sehr exakt berechnen kann und der zweite Grund ist, die Herstellung der Einzelkomponenten ist für mich sehr einfach.
Gruß stahlpanther
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23.07.2011, 18:28 Uhr
 stahlpanther
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Hallo Leute,
hier die Neuesten Bilder vom Umbau.





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24.07.2011, 02:16 Uhr
 Oldchap

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Hallo Stahlpanther,
Dein Umbau sieht wie immer gut aus und wirkt vor allem sehr gediegen und haltbar. Ein kleines Problem sehe ich als Bigtanks-Besitzer allerdings in der gewählten Federungsart, denn sie kostet doch einigen Platz in der Wanne. Gerade bei 1:8 und auch noch bei 1:6 ist die Wannenhöhe manchmal entscheidend für die Unterbringung eines bestimmten Akkus oder Lautsprechers etc.; da können ein paar "verlorene" cm in der Höhe den Unterschied zwischen "geht noch" und "geht nicht mehr" ausmachen. Gerade deshalb finde ich die Bigtanks-Federungsmethode prinzipiell recht praktisch, weil fast über die volle Breite auch die volle Höhe bzw. Tiefe der Wanne ausgenützt werden kann. Ein Kollege von mir zeigt selbst an seinem 1:4-Königstiger (mit 2,88 m Gesamtlänge das bisher größte Bigtanks-Modell), daß selbst diese "Badewannen-große" Unterwanne auf den Millimeter vollgestopft werden kann bzw. muß, wenn man viele Funktionen unterbringen will. Wenn man da wegen des Fahrwerks sozusagen einen Zwischenboden einziehen muß, kann das durchaus ein Nachteil sein. Ich würde notfalls lieber die Wanne an den Durchbrüchen für die Schwingarm-Achslager eben noch einen mm dicker machen und dafür die Schwingarme wieder nach Bigtanks-Art lagern und federn. Die Festigkeit sollte auch dann allemal ausreichen; immerhin sind die Achslagerbuchsen beim originalen Modell m.W. noch nie aus dem GFK ausgebrochen.
--
Viele Grüße
Gerhard
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Beitrag 1 mal editiert. Zuletzt editiert von Oldchap am 24.07.2011 02:18. |
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24.07.2011, 06:22 Uhr
 stahlpanther
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Hallo Gerhard,
bis jetzt hat alles in die von mir umgebauten Modelle gepasst.
Das Achslagerbuchsen ausgebrochen sind, habe ich auch nichts von gehört, aber was ich schon gesehen habe, sind, das die Antriebradaufnahme ausgebrochen ist. Bei den Schwingarmwellen, ist es das Problem, das die Buchsen ausleiern, verrosten und dann die Laufrolle nicht mehr gerade geführt wird.
Dein Modell hat ca. 6 Fahrstunden hinter sich, da mag das noch hinhauen, habe damit aber 50 Stunden runter, dann wirst Du an meine Worte denken und wenn Dein Kollege mit dem 1:4 Köti sich schon bei mir wegen einer Stahlwanne erkundigt hat, hat das ganz bestimmte Gründe, aber da kommst Du auch noch hinter.
Dies sollte eigendlich ein Umbaubericht werden und nicht irgend welche Rechtfertigungen von Mißständen bei BT Modellen.
Über die Qualität von BT Modellen gibt es hier schon etliche Beiträge in diesem Forum.
MfG,
stahlpanther
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24.07.2011, 11:33 Uhr
 Doomgiver
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Hallo,
grundsolider Maschinenbau, immer wieder schön zu sehen.
Ich beneide ja immer solche Menschen, die den Platz und die Ausrüstung haben, so etwas auf die Beine stellen zu können. Ganz großes Kino!
Nur mal so als Unbeteiligter in den Raum geworfen: Ich denke die Kunststoff-Variante der BT verliert auf lange Sicht immer(!) gegen eine solide Sahlkonstruktion. Und da stahlpanther in der Vergangenheit ja bereits mehr als nur ein Eisenschwein in diesem Format auf die Beine gestellt hat, wird er glaube ich schon wissen, was er tut. Nur so als kleine Randnotiz von einem, der sich gerade an seinen dritten Panzer macht. Zähle also noch zu den Anfängern und geh dann mal wieder zurück an meinen 'kleinen' Kunststoff-Berge3 in 1/16...
Heiko
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