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Thema: Gepard 1:10 geplant |
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03.05.2006, 22:03 Uhr
 halbkette

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Hallo David,
mit deiner Erläuterung verstehe ich deine Zeichnungsdetails schon besser.
Ohne Maschinen bist du da aber ziemlich aufgeschmissen - ich würde das Angebot von Hornet annehmen.
Aber laß dir von mir nichts einreden, das ist nur eine persönliche Empfehlung.
Noch etwas Persönliches:
Freut mich zu hören, dass du dir die Physik ausgesucht hast. Damit kann man auch ein guter Modellbauer werden, nach dem Motto: "Es muß nicht immer Maschinenbau sein..." oder war es Kaviar? Egal.
Ich weiß, wovon ich rede, ich kann nämlich auf beiden Hochzeiten tanzen.
Viel Erfolg beim Modellbau und im Studium.
Eins sollte ich dir vielleicht noch mit auf den Weg geben: mein Neffe ist jetzt gerade fertig geworden mit der Physik und findet leider, wie viele andere, k e i n e n J o b !!!
Da sollte man wohl bei Zeiten seine Fühler weiträumig ausstrecken -- Gruß Hartmut
" Ein Modell ist mehr als nur die Summe seiner Teile "
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04.05.2006, 00:07 Uhr
 torfbolt

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Hallo,
danke für den Tip, ich bin einer Zusammenarbeit mit Hornet ja nicht abgeneigt , ich weiss dass ich mit meinen Maschinen kein gescheites Getriebe bauen kann. Aber ich werde vermutlich vorerst einfach 2 Akkuschrauber einbauen, ich hab ja dann nen Computer der die Drehzahlen überwachen und entsprechend nachregeln kann. Das ist fast so gut wie ein Ü-Getriebe
Gruß David -- Meine Homepage:
http://www.davidkiliani.de
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04.05.2006, 11:52 Uhr
 halbkette

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Hallo David,
das mit der Steuerung über Computer ist hier , glaube ich , neu im Forum.
Es wäre nett, wenn du mir da mal etwas genauer schildern kannst, was du damit alles beeinflussen willst.
Das werden ja sicher mehrere Regelkreise sein und mich interessiert dabei natürlich, welcher Art die Istwert-Aufnehmer und die Stellglieder sind.
Ähnliche Aufgaben übernimmt bei mir ein MC im Sender. Der kann natürlich mangels Rückführung keine echte Regelung herstellen, wie z.B. das Drehmoment des Antriebes konstant halten . Für dieses Beispiel habe ich eine Elektronik eingesetzt, da würde mir ein aufwändiger Computer nicht in den Sinn kommen. Du verstehst sicher, wie ich das meine.
-- Gruß Hartmut
" Ein Modell ist mehr als nur die Summe seiner Teile "
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04.05.2006, 14:40 Uhr
 torfbolt

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Hallo,
also, im Prinzip soll der Computer ALLES steuern. Geplant ist, dass der Rechner folgendes steuert:
- Fernsteuerung primär per WLAN (Notebook mit Joystick), sekundär normale RC. Hat den Vorteil dass ich als Bediener die Kamerabilder direkt vor der Nase habe und beliebig viele Sachen steuern / schalten kann.
- Antrieb: Sämtliche Stellmotoren z.B. für Waffenanlage und Folgeradar werden als Schrittmotoren gemacht, damit sollte ich eine Stellgenauigkeit von ca. 1,5 mrad bekommen bei einer realistischen Richtgeschwindigkeit. Dafür habe ich schon Schrittmotor-Endstufen entworfen, die Platinen sind aber noch nicht fertig. Die Antriebsmotoren werden über normale Fahrtregler vom Computer gesteuert.
- Waffenanlage: Geplant sind zwei Softair Kanonen mit Druckluft und originaler Kadenz. Natürlich abschaltbar (sowas sollte man nur auf nem Privatgelände machen) und weit unterhalb der 0,5 Joule "Spielzeug-Grenze", ich bin ja nicht verrückt (Das deutsche WaffG hat schon seine Berechtigung).
- Soundmodul: Midi-Instrument Gepard
- Der ganze Kleinkram, also Licht, IR-Scheinwerfer, Bremslichter, Blinker usw.
An Sensorik ist geplant:
- Kameras. Mindestens eine im Laseraufsatz des Folgeradars, vielleicht später noch eine in der Fahrerluke.
- Drehzahlmesser: Modifizierte USB-Mäuse sorgen für eine millimetergenaue Messung der Kettenbewegung, auch bei Vollgas.
- Such- und Folgeradar bekommen in Software realisiertes bildgebendes Sonar im 16-24 kHz Band. Sollte eine Abstandsmessung von hoffentlich so 1-20m geben, bei Genauigkeit von wenigen cm. Das Folgeradar ist logischerweise nur zur Abstandsbestimmung, das Suchradar zur Orientierung.
- Battle Unit: Wollte ich in Software nachbilden, einfach nen Infrarot-Empfänger entsprechend auswerten.
Wenn das mal alles funktioniert...
MC sind vermutlich für die meissten hier im Forum auch die sinnvollere Variante, zumal das schreiben gescheiter Robotik-Software eine Heidenarbeit ist (und vor allem nicht jedermanns Sache). Aber schon für das Sonar und erst recht für Kameraauswertung ist ein gescheiter Computer einfach unverzichtbar.
Ich bin ja froh, dass wir schon 2006 schreiben und die Computer nicht mehr die Größe des original Gepard-Bordcomputers haben
Gruß David -- Meine Homepage:
http://www.davidkiliani.de
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04.05.2006, 16:09 Uhr
 halbkette

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Hallo David,
danke für die tieferen Einblicke in dein Projekt. Du hast dir ja eine Menge komplexer Sachen vorgenommen, aber das hört sich alles interessant und auch machbar an. Mir wäre das allerdings heute ein wenig zuviel des Guten, vielleicht damals, als ich 30 Jahre jünger war, nur da war die Technik noch nicht soweit und meine Kenntnisse auch noch nicht. Du scheinst dagegen schon in jungen Jahren eine Menge Ahnung davon zu haben, wenn du dir dieses Projekt zutraust..
Bei dem geplanten Umfang an zusätzlicher Technik muß man sich fragen, ob der gewählte Maßstab noch ausreichend Platz bietet. Du mußt damit rechnen, dass nicht alles auf Anhieb funktioniert und ständig in der Erprobung an verschiedenen Stellen der Installation gearbeitet bzw. gelötet werden muß. Da braucht man oft volle Zugänglichkeit zu wichtigen Punkten. Aber das wirst du selbst wissen. Ich denke gerade daran, dass die Betreiber von Tamiya-Gepards schon zu wenig Platz beklagen.
Eins interessiert mich noch: wie willst du die hohe Schußfolge der Kanone realisieren?? Geht das im Modell überhaupt? Welcher Art Projektile verwendest du dabei? Wie erzeugst du ( auf kleinem Raum ) soviel Pressluft? Ist das alles schon zuende gedacht oder noch in Planung? Welche Reichweite hat dein geplantes WLAN ? -- Gruß Hartmut
" Ein Modell ist mehr als nur die Summe seiner Teile "
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04.05.2006, 17:16 Uhr
 torfbolt

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Hallo,
das Platzproblem ist auch der Grund, warum ich von 1:10 auf 1:8 umgestiegen bin. Ich denke aber, dass ich mit den 1:8 hinkommen sollte, das ist immerhin 8 mal so viel Volumen als in einem 1:16er. Ausserdem braucht der Antrieb kaum Platz, wenn ich die Akkuschrauber verwende.
Zur Kanone: Ich wollte 0.2g 6mm Plastikkügelchen verwenden, welche mit CO2 angetrieben werden. Das CO2 gibt's billig und in handlichen Kartuschen im Supermarkt für Wassersprudler. Was ich schon ausgerechnet habe ist die Zeitspanne zum Öffnen bzw Schliessen der geplanten Ventile, das sollte in weniger als 10ms möglich sein.
Was mir noch etwas Probleme macht ist, wie ich die Mündungsenergie hart auf 0,45 Joule beschränke, das ist ja nach dem Waffengesetz vorgeschrieben. Wie gesagt, die Regelung der Energie selbst ist kein Problem, aber im Gesetz ist halt vorgeschrieben, dass diese sich nicht durch eine "einfache Veränderung" über den Grenzwert erhöhen lässt . Vermutlich muss ich das irgendwie beim Druckminderer realisieren. Ansonsten ist das Ganze schon recht weit durchgeplant.
Das WLAN hat die Reichweite, die sich eben mit WLAN erreichen lässt, das sind typischerweise so 300m bei direkter Sicht und geringer Richtwirkung der Antenne. Verwendet man auf Seite des Bedieners eine Richtantenne, sollte sich noch mal deutlich mehr machen lassen (600-1000m). Problematisch sind natürlich wie bei herkömlichen RC die Störfelder z.B. der Motoren, aber die Reichweite sollte ziemlich vergleichbar sein.
Gruß David -- Meine Homepage:
http://www.davidkiliani.de
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05.05.2006, 14:37 Uhr
 Kuse

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quote: Original von torfbolt:
............ zumal der Brushless so 24000rpm bei 12V macht .................
Wenn du einen langsam drehenden Brushless suchst, da hätte ich einen, der bestimmt auch noch billiger ist wie dein Innendrehender.
Ich verwende z.B. für den Antrieb einer Hydraulikpumpe in einem Baggermodel (Maßstab 1:14,5 ) einen Brushlessmotor von Flyware. Dieser Brushlessmotor (LRK 350-25-14P-28,5W) hat 280U/min/V, was bei 12V dann ca. 3300U/min sind.
Der Motor kostet so um die 150€ und man muss nochmal so um die 80€ bis 150€ für einen Brushlessregler einrechnen.
--
Gruß
Holger
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Beitrag 3 mal editiert. Zuletzt editiert von Kuse am 05.05.2006 14:44. |
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05.05.2006, 18:43 Uhr
 torfbolt

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@ Holger:
danke für den Tip, ich denke aber ich werde zunächst mal die Akkuschrauber-Variante ausprobieren. Ausserdem ist vermutlich eine höhere Drehzahl gar nicht so schlecht, da ich mir dann keine Gedanken um Planetengetriebe mit kleinen Untersetzungen machen muss.
Gestern ist mir noch eine Idee gekommen, wie ich die nötigen Parabolschüsseln für die beiden Radaranlagen (bzw. Sonar) einfach herstellen kann. Ich weiss aber noch nicht ob's funktioniert, und wie die Qualität ist. Prinzipiell soll es so funktionieren:
Man nehme einen Kasten oder ein Rohr mit der gewünschten Aussenform, d.h. dem Grundriss der Schüssel. Dann diesen auf einem Drehteller so befestigen, dass die Drehachse durch den gewünschten Fußpunkt des Paraboloids geht und den Drehteller auf die gewünschte Geschwindigkeit bringen. Jetzt muss man nur solange Epoxid in die Form giessen bis das Harz überall ausreichend dick steht und bei sehr konstanter Drehgeschwindigkeit aushärten lassen.
Die Entfernung des Brennpunkts vom Fusspunkt wird dabei von der Drehgeschwindigkeit und der Erdbeschleunigung bestimmt, ich hab mal ein paar Werte ausgerechnet (Formel: Brennweite = 1/(2g) * Winkelgeschwindigkeit^2 ):
Brennweite 2cm: 150 rpm
Brennweite 5cm: 95 rpm
Brennweite 41cm: 33 rpm (Plattenspieler)
Ich werd das mal ausprobieren und mir ein Brennglas giessen
Was ich dann natürlich noch machen muss, ist die untere Biegung der Cosecans² Antenne irgendwie dranbasteln. Mal schauen...
Gruß David -- Meine Homepage:
http://www.davidkiliani.de
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