|
Thema: Modul vom Leo2-Drehkranz |
[ - Antworten - ] |
09.03.2010, 10:59 Uhr
 Doomgiver
|
Hallo,
bin momentan etwa verwirrt bezüglich des Moduls vom Leo2-Drehkranz von Tamiya. Hab hier im Forum Aussagen gefunden, dass er 0,5 oder 0,6 sein soll. Was stimmt denn nun?
Heiko?
|
|
|
|
|
09.03.2010, 11:54 Uhr
 BW-Kette

|
Hallo Heiko
Zum groben Anhalt kannst Du ihn selber messen: Zahnhöhe : 2 = Modul
Frank
|
|
|
|
|
09.03.2010, 17:40 Uhr
 mesosce
|
Hallo Heiko,
er hat m0,6.
@ Frank: ist etwas unklar bzw schlecht zu messen. Das was man per Schiebelehre mißt, ist der Kopfkreisdurchmesser.
Für den Kopfkreisdurchmesser gilt: dk=(z+2)xModul. (für unsere normalen Getriebe mit Ev-Zahnrädern)
Teilkreisdurchmesser ist: d0= ModulxZähnezahl.
Teilkreis ist die imaginäre Linie, an der sich die Zähne abwälzen. Er ist eigentlich so direkt nicht meßbar, sondern nur eine Rechengröße für den Achsabstand..
Grüße Peter
Nachtrag: Frank, ich habe dich wahrscheinlich falsch verstanden, du hast doch mit Zahnhöhe nicht den dk gemeint. Aber die Zahnhöhe ist schwierig und ungenau zu messen, sie ist auch nicht exakt 2m und auch noch abhängig von der Profilverschiebung.
|
|
Beitrag 1 mal editiert. Zuletzt editiert von mesosce am 09.03.2010 17:44. |
|
|
10.03.2010, 11:18 Uhr
 mesosce
|
Hallo Chris,
wie ist das mit den Smileys gemeint, ich kann sie immer noch nicht richtig zuordnen. Meinst du damit, ich habe nur das erklärt, was sowieso alle wissen, deshalb das Lachen? Oder willst du es wirklich erklärt haben und "in Ruhe" ist der Spaß? Dann muß ich mich ja anstrengen und einen längeren Text schreiben.
Grüße Peter
|
|
|
|
|
10.03.2010, 15:57 Uhr
 chris_at
[Moderator]

|
Hallo Peter,
nach 2-3 fachem überfliegen Deines Textes hatte ich immer noch Bahnhof verstanden *gg
Ich denke Deine fachlichen Ausführungen waren (sehr) vielen nicht bekannt und zeigen die Komplexität auf.
Weiter so!
Gruss
Chris
--
http://www.Kanonenjagdpanzer.com
|
|
|
|
|
10.03.2010, 17:14 Uhr
 mesosce
|
Hallo Chris,
zu Zahnrädern und Getrieben gibt es jede Menge Literatur, sie füllt ganze Regale, natürlich nur die "hochwissenschaftliche" gerechnet. Das ist was für Profis. Auf die Gefahr hin, daß es eine Menge Leute gibt, die mich verbessern, wenn ich es versuche, kurz zu beschreiben:
Es gibt viele verschiedene Verzahnungstypen, unsere sind i.a. Evolventenverzahnungen(Ev), der Name resultiert aus der mathematischen Definition des Flanken- und Eingriffsprofils, soll hier nicht weiter interessieren.
Der äußere Durchmesser, also den, den ich bei gerader Zähnezahl mit der Schiebelehre über die Zahnspitzen messe, heißt Kopfkreisdurchmesser(dk). Der Durchmesser, den ich beim (ungenauen)Messen in den Zahnlücken feststelle, heißt Fußkreisdurchmesser(df). Die Differenz ergibt die doppelte Zahnhöhe, ist aber für uns unwichtig.
Im Unterschied zu Reibrädern oder Eisenbahnrädern, die auf dem äußeren Durchmesser laufen, greifen Zahnräder ineinander. Ein Stück Zahn reicht in die Lücke(nicht ganz runter!) des Gegenrades.
Wenn ich nun zwei Zahnräder Spitze auf Spitze zusammenlege, erhalte ich als Achsabstand (a): a=(dk1+dk2)/2. Die Zahnräder würden aneinander vorbeirutschen. Da ja nun aber Zahn auf Lücke zeigt, ist der richtige Achsabstand kleiner, so irgendetwas(ist aber genau berechenbar) zwischen Kopf- und Fußkreisdurchmesser. Diesen Durchmesser nennt man Teilkreisdurchmesser(d0). Er liegt um den Betrag m weiter innen als der Zahnkopf( die Spitze). Also ergibt sich d0=dk-2m. Die Gesamthöhe des Zahns ist übrigens 2,25m. Damit ergibt sich für den Fußkreis: df=dk-4,5m. Der Teilkreis ist nicht willkürlich gewählt, er ergibt sich aus dem Abstand (bzw der Stelle) wo das Zahnräder beim Gegenrad an der Zahnflanke abrollt und nicht gleitet/schabt. Stimmt der Abstand nicht, schaben die Zahnflanken oder klemmen, das ist dann zu hören und als Verschleiß zu sehen. Also nicht zu eng und nicht zu weit!
Klar ist, daß beide Zahnräder quasi "gleichgroße" Zähne haben müssen, damit immer Zahn in Lücke gleitet. Dieser Abstand von Flanke(rechts) zur nächsten Flanke(rechts) heißt Teilung. Er wird in Höhe des Teilkreises gemessen. Damit man Zahnräder günstig vergleichen und rechnen kann, hat man das Modul(m) eingeführt, es ist: m=Teilung/Pi oder m=d0/z (z=Zähnezahl).
Damit ergibt sich: d0=m*z, dk=m(z+2). Somit kann man einfach das Modul ermitteln: m=dk/(z+2).
Ich hoffe, das war nicht zu unübersichtlich oder andererseits zu einfach ausgedrückt.
Grüße Peter
|
|
|
|
|
10.03.2010, 17:25 Uhr
 chris_at
[Moderator]

|
wow!
Mehr als nur ein "interessanter" Beitrag, echt klasse von Dir die Ausführungen!!
Musste ich mir gleich rauskopieren und für die Ewigkeit auf meinem Rechner sichern, DANKE!
Gruss
Chris
--
http://www.Kanonenjagdpanzer.com
|
|
|
|
|