07.08.2002, 11:02 Uhr
 Ulrich
Der mit dem Zink tanzt

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Hai.
Soweit ich weiß, wird bei Tamiya-Panzern gelenkt, indem die äußere Kette beschleunigt wird?! Ich halte dies für kaum korrekt. Läßt sich das irgendwie ändern (am Sender oder Empfänger)? Wie ist es bei Bandai??
Das Lenken von Pz I-IV (statisch) ist doch anders gewesen, als bei V-VI (dynamisch), oder??
Danke
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07.08.2002, 11:14 Uhr
 PANDUR

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Hallo
Also bei meinem Tamiya Leo ist es so, das eine Kette gestoppt wird und die zweite weiter läuft! Beim Tiger FO usw.. ist das glaube ich etwas anders!
Mfg Daniel Gradauer
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07.08.2002, 12:19 Uhr
xxx
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Hallöchen,
das ist aber doch auch bei den "echten" Tigern so gewesen, oder irre ich.
-- Gruß xxx
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07.08.2002, 12:32 Uhr
 rebam

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Bei den echten Tigern und Panthern und IVern wurde die kurveninnere Seite gebremst zum Lenken.Deshalb ist die Möglichkeit von Tamiya mit "auf der Stelle drehen" nicht wirklich Original.
Tino -- Niedergezwungen zu werden ist nicht schlimm,sich danach nicht wieder zu erheben das ist schlimm.
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07.08.2002, 12:36 Uhr
 Ulrich
Der mit dem Zink tanzt

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Hai.
Ich nehme an (und habe das wohl mal irgendwo gelesen), daß bei I-IV die innere Kette zum Lenken mehr oder weniger kurzzeitig fast bis zum Stillstand blockiert wird.
Und weiter, daß das Verlangsamen der inneren Kette auch bei V-VI so geschieht, aber eben nicht durch ein Blockieren, sondern durch mehr oder weniger starkes Abbremsen. Stimmen das so????
Ich könnte mir nicht erklären, wie die äußere Kette beschleunigen sollte, wie dies bei Tamiya Tigern f.o. offensichtlich gelöst wurde.
Bin ich nun auf dem Holzweg ? -- Beste Grüße
huldreich
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07.08.2002, 13:26 Uhr
 Guenther

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Hallo Huldreich,
bei einer Kurvenfahrt wird wie Rebam schon geschrieben hat, die Kurveninere Kette mehr oder weniger abgebremst. Die äussere Kette wird aber dadurch nicht beschleunigt, sondern läuft mit normaler Geschwindigkeit weiter.
Die dt. Panzer konnten so weit ich Bescheid weis, schon auf der Stelle drehen
Es gibt aber Panzer, wie der M60, die um die Kette drehen, da wenn auf der "Stelle drehen" die eine Kette Vorwärts, oder Rückwärts bewegt, und die zweite Kette stillsteht, daher sich nicht in die entgegengesetzte Richtung dreht, wie eigentlich üblich
--
Schöne Grüsse
Günther
[ Dieser Beitrag wurde von Guenther am 07.08.2002 editiert. ]
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Beitrag 1 mal editiert. Zuletzt editiert von Guenther am 07.08.2002 13:28. |
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07.08.2002, 14:25 Uhr
 Grauer-Baron

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Hallo alle miteinander!!!
Also beim Panther wurde durch das Getriebe gelenkt. Der Fahrer musste die ankommende Kurve gut einschätzen und die Gänge so wählen, das sich die eine Kette langsamer als die andere bewegt und er so durch die Kurve kommen konnte. Ein auf der Stelle drehen war nicht möglich- das hätte das sowieso schon zu schwache Getriebe nicht mitgemacht!
Gruß an alle
Grauer Baron -- Griesgrämig plagt sich nur der Tor- der Tigermann lernt mit Humor!
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07.08.2002, 19:43 Uhr
 Ulrich
Der mit dem Zink tanzt

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Hai!
So Ihr Lieben, könnte das mal jemand auf den Punkt bringen, so daß auch ich verstehe, wie welcher Panzer und wie welches Modell gelenkt wurde/wird?? Und wenn's keiner wirklich weiß, dann wenigstens echte Fahrwerke III u. IV, (und evtl. noch der echte Tiger?). Wäre nett.
Danke -- Beste Grüße
huldreich
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07.08.2002, 20:08 Uhr
 Grauer-Baron

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Also nochmal
Der Panther hat jeweils 7 Gänge für jede Kette! Um geradeaus zu fahren mussten immer die gleichen Gänge eingelegt sein.
Wenn er in eine Kurve fahren wollte musste der Fahrer eine unterschiedliche Gangwahl machen. Wenn er z.b nach scharf rechts abbiegen wollte, musste der Fahrer für die rechte Kette einen möglisch niedrigen Gang einlegen, damit sie sich langsamer bewegte.
Beispiel:
Geradeausfahren:
Rechte Seite- 5. Gang
Linke Seite- 5. Gang
Rechts abbiegen:
Rechte Seite- 2.Gang
Linke Seite- 5. Gang
Verstanden??
Gruß Grauer Baron -- Griesgrämig plagt sich nur der Tor- der Tigermann lernt mit Humor!
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07.08.2002, 20:42 Uhr
 SV-Raptor

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Hi ,
@ Grauer Baron,
ich muss Dir bei Deinen Angaben zum Lenken des Panther widersprechen ! Der Panther hatte ein sogenanntes "Einradien-Lenkgetriebe" ,dieses arbeitete so,dass Antriebsräder durch "Argus-Scheibenbremsen" beeinflusst wurden. Die Scheibenbremsen waren hydraulisch betätigt. Beim lenken mit Lenkbremse konnte, nachdem vorher die Stützbremse gelöst und die Lenkkupplung ausgekuppelt war, jede Kette gebremst werden. Ferner konnte bei gelöster Stützradbremse ein Mittenvollrad über die Lenkkupplung und ein Stirnradpaar vom Lenkgetriebe aus entgegen dem Hauptantriebsdrehsinn angetrieben werden. Dadurch verzögerte sich die betreffende Ketteund das Fahrzeug fuhr in jedem Gang einen Bogen mit bestimmtem Radius , daher "Einradien-Lenkgetriebe"
Beim Tiger war es anders gelöst, er hatte ein 3 Radien Lenkgetriebe, bei dem die Radien mit Hilfe von Lamellenkupplungen und Öldruck eingeschaltet wurden. Auf den kleinsten Radius wurde aber zugunsten einer Schwachstelle im Schaltgetriebe verzichtet werden . Durch das einschalten der Radien wurde wiederum die Kurveninnerer Kette abgebremst/weniger angetrieben.
Zu den Lenkgetrieben der Typen I-IV kann ich nicht so viel sagen da ich mich mit denen bisher noch nicht sehr viel beschäftigt habe .
Ich hoffe aber etwas zur Klärung beigetragen zu haben .
Gruss SV-Raptor
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07.08.2002, 20:49 Uhr
 Honk

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wie ist das bei den leos,zum 1nser kann ich ja meinen vater fragen,aber im 2er habe ich nur 1 lenkrad,1ne bremse und 1ne schaltung gesehn,funktioniert es wie ein automatik wagen???
cu -- http://www.sebastian-ehlers.de.vu
ACDC,Metallica,Iron Maden rulen
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07.08.2002, 21:44 Uhr
 rebam

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Bei modernen Panzern gibt es vereinfacht gesehen jeweils eine Kupplung für große Radien und kleine Radien.Die Hauptantriebswellen gehen über ein Summengetriebe jeweils an die Kettenkränze.Vom Hauptantriebstrang geht aber noch eine Welle deren Drehzahlverhalten durch den Lenkmechanismus geregelt wird.Über das Kupplungssystem wird nun auf dieser Welle mit der Lenkung mittels hydraulischer Betätigung bestimmt wieviel Drehzahlunterschied zwischen den Seiten Links/Rechts sein soll.Es schließt dann je nach Druck,bestimmt durch Lenkeinschlag die Kupplung für kleine oder große Radien.Also auf einer Seite wird dann die Drehzahl vermindert.Der Drehzahlunterschied wird dann über über ein Getriebe wieder zu den Summengetrieben gebracht und auf jener Seite abgezogen.So dreht sich jener Kettenkranz langsamer.
Für den Fall,daß sich der Panzer auf der Stelle drehen soll gibt es zwischen den Summengetrieben und der Welle die durch die Lenkung gereglet wird noch eine zweite Getriebekombi,wie ein Rückwärtsgang.Diese Getriebkombi wird dann für die entprechende Seite über eine Kupplung gesperrt(kommt drauf an wie rum er sich drehen soll) und die normale Zahnradkombi für die Geradeausfahrt auf dieser Seite geöffnet.
Die Ventile der Hydraulik kann man natürlich auch mit einem Lenkrad bedienen.Wie das Steuer(Joystick,Lenkrad usw) aussieht ist völlig egal
Alles Klar
Tino -- Niedergezwungen zu werden ist nicht schlimm,sich danach nicht wieder zu erheben das ist schlimm.
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07.08.2002, 21:56 Uhr
 iwan

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als f4 fahrer ist es interiesannt die berichte zu lesen,
der leo hat einen großen und kleinen lenkradius der wie
voher beschrieben durch die drehzahl beeinflußt wird.
wenn mann in der kurve zu wenig gas stehen hatte
und in den kleinen radius mußte hat mann haken
geschlagen wie ein hase.
der m48 hat ein lenkgetriebe,
der m113 wurde mit lenkhebeln die je nach
anzug linke oder rechte kette gebremst wurde.
jeder panzer fährt sich anders...
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07.08.2002, 22:39 Uhr
 Szymmi
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hallo
in koblenz steht ein panther (im wehr technische museum) dort wird auch beschrieben wie er gelenkt wurde/wird. dummerweise bin ich mir nicht mehr 100% sicher wie es funtzt aber in einigen punkten bin ich mir noch sicher:
- die ketten konnten nicht gegeneinander laufen
- die geschwinigkeit der kurveninneren seite konnte nicht frei verädert werden. sprich bei voller fahrt war es nicht möglich eine kette zu stoppen, sondern nur zu "bremsen". ob das über das getriebe lief oder über "argus-scheibenbremsen" ging, weis ich halt nicht mehr - sorry.
gruss
andreas
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07.08.2002, 22:51 Uhr
 tody

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Der Panther G kann in jedem Fall auf der Stelle wenden , indem eine Kette bis zum Stillstand gebremst wird, während die ander weiterläuft. Das weiss ich, weil ich ein entsprechendes Video der WTS Koblenz gesehen habe..
Der Panther hat ein Überlagerungsgetriebe, damit ist es möglich, dass die kurveninnere Kette langsamer läuft und die Kurvenäussere schneller als bei entsprechender Geradeausfahrt, oder??. Der Motor des Lenkgetriebes wird hydraulisch vom Hauptmotor angetrieben.
Bis dann
Tody
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