16.01.2026, 16:29 Uhr
 SLT50-2
Der Dachsmaster

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Hallo zusammen,
Oli weiß ja bestimmt noch , wo er seine ersten Werkzeughalter her hatte
Die beste Wahl zum erstellen eines *Ätzfilmes * ist Corel Draw.
Es st kein 3D Konstruktionsprogramm aber vor Erscheinen der 3 D Konstruktionsprogrammen wurde das von vielen Architekten und Konstrukteuren verwendet.
Man muss sich halt in das Programm einarbeiten, es bietet sehr viele Möglichkeiten und Features und hier eine Anleitung dafür zu schreiben wäre zuviel verlangt .
Meine erste Anleitung für Corel 6 hatte 1100 Seiten und das geht nicht mal gerade auf die Schnelle
Wenn man bei Fa. Saemann ätzen lässt müssen die Flächen , die stehenbleiben sollen ,weiß sein (wie ein Negativ eines Foto´s)
Das war der letzte Stand vor ? Jahren, man muss es nochmal nachfragen
Ich habe alle meine Filme in Corel Draw erstellt.
Hier mal ein Bildschirmfoto vom Corel Draw X8

Man muss sich halt in das Programm einarbeiten, mit Adobe habe ich in dieser Art noch nie gearbeitet.
Hier ein Beispiel für einen Negativfilm ( nur Vorderseite) erstellt in Corel Draw .
Alles , was schwarz ist das , wird weggeätzt
Hier ein Film als positiv (ebenfalls erstellt in Corel Draw) das ist die allgemeine Version , wenn man selber ätzt.
Hier wird weggeätzt , was weiß ist und alles , was schwarz ist , bleibt stehen.
Beim Erstellen des Film´s muss man die Materialstärke berücksichtigen ,die Haltestege, die man einsetzt um die Teile im Rahmen zu halten sollten ca. 130% der Materialstärke haben, damit sie nicht weggeätzt werden und die Teile im Rahmen bleiben.
Die Zwischenräume , die weggeätzt werden sollten min. 3 mal so breit sein wie die Materialstärke des Bleches ist.
Man erstellt zuerst eine Seite ( Vorderseite mit allen Teilen , die man ätzen will ) in dem zuerst einen Rahmen erstellt Breite ca. 5 - 6 mm ,bei größeren Blechen auch größer weil stabiler . Auf diesem Rahmen macht man sich Markierungen in den Ecken (auf dem negativ Beispiel sind das die kleinen Kreise mit Kreuz und auf dem Positivbeispiel sind das die dünnen Linien, die über den Rahmen herausschauen.
Dann erstellt man ein Objekt , gruppiert es und dupliziert es dann in der gewünschten Stückzahl ( zuerst in X-Richtung auf gleicher Höhe , dann gruppieren und ggf in Y-Richtung die ganze Reihe nochmal( wenn man mehr Teile benötigt).
Objekt erstellen:
Zuerst die Strichstärke wählen so dünn wie möglich( wenn möglich Haarlinie bzw.0,01mm , weil die Strichstärke das Außenmaß beeinflusst Bohrungen müssen dann * gefüllt * werden oder
Danach erstellt man das nächste Objekt und verfährt in der gleichen Art und Weise und immer so weiter bis man die gewünschte Stückzahl erreicht hat und positionier die Objekte innerhalb des Rahmens .
Wenn man alle Teile positioniert hat , gruppiert man alle Objekte incl. Rahmen und konvertiert alles in *Kurven*
Nun wird die erste Seite gespeichert
Nun gehen wir zur zweiten Seite:
Wir kopieren die erste Seite und fügen sie in ( ggf. auch in eine neue Datei )ein.
Die eingefügte Seite wird nun gespiegelt
In der gespiegelten Seite werden nun die Haltestege eingezeichnet , die die Teile nach dem Ätzen im Rahmen halten sollen.
Wenn man an bestimmten Stellen nur halbe Materialstärke haben möchte , muss man nun auf dieser Seite auch die Flächen so umzeichnen , dass Sie weggeätzt werden .
Wichtig : Die Objekte , die man auf der ersten Seite erstellt hat , dürfen beim Fertigmachen auf der zweiten Seite nicht verschoben werden.
Wenn man die zweite Seite nun fertig hat , gruppiert man auch Diese und konvertiert sie in *Kurven*
Nun sollte man die Datei auf Transparentfolie ausdrücken können und die beiden Bilder genau deckungsgleich aufeinander kleben können wie eine Tasche.
Hierzu dienen die Markierungen im Rahmen , Diese müssen genau aufeinander passen.
Wenn man jetzt selber ätzen wollte , müsste man das Blech zurechtschneiden , in diese Tasche einschieben und dann das Blech mit UV-Licht belichten ( die Zeit ist abhängig von der Stärke der Belichtungsquelle ,unter einem Solarium waren es ca. 60 Sekunden pro Seite )
Danach muss das Blech in einer Schale entwickelt werden ( Positivdateien mit Positiventwickler und Negativdateien mit Negativentwickler) wie früher die Fotos ( ältere Semester werden sich daran noch erinnern , nur eine Dunkelkammer braucht man hier nicht)
Das Blech wird solange im Entwicklerbad geschwenkt , bis das Bild scharf sichtbar wird ,aber Achtung , das Blech immer umdrehen um zu sehen , was auf der Rückseite passiert , es kommt vor , dass man auf der Vorderseite noch nicht viel sieht , aber auf der Rückseite schon zu viel wegentwickelt wurde
Dann muss man es nochmal machen , das wäre dann schade.
Genug geschrieben ,ich hoffe , ich konnte etwas Licht ins Dunkel bringen
Grüße
Michael
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nicht´s ist unmöglich,wenn man es nur will
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