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Thema: Die Friederike

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21.08.2019, 23:28 Uhr
Oldchap besucht im Moment nicht das Board.Oldchap eine private Nachricht schreibenOldchap



Hallo zusammen,

mein \\\"Panzerpark 1:6\\\" hat erneut Zuwachs bekommen, obwohl ich schon beim Jagdpanther überzeugt war, nun wirklich kein weiteres Modell mehr im Keller unterzubekommen!

Ich habe bekanntlich ein Faible dafür, Panzermodelle von möglichst vielen Herstellern kennenzulernen. Zum Glück hält sich ja die Gesamtzahl der 1:6-Hersteller in engen Grenzen, so daß das kein von vornherein aussichtsloses Unterfangen ist. Jetzt aber ist mir ein Modell untergekommen, von dessen Hersteller ich noch nie gehört hatte und den es auch schon lange nicht mehr gibt, soweit ich recherchieren konnte. Natürlich war ich gespannt, was da auf mich zukommen würde. Angeboten wurde mir das Modell als \\\"Baustelle\\\", was mir entgegenkam, weil ich da i.d.R. eigene Vorstellungen besser realisieren kann als bei einem komplett fertigen Modell.

Das Modell wurde mir als \\\"Metallmodell in Konkurrenz zu Armortek\\\" beworben, was mich zusätzlich neugierig machte. Außerdem sollte es hauptsächlich in Stahl und GFK statt in Alu gefertigt sein. Vom Typ her ist es ein Panzer IV. Ein solches Exemplar hatte ich fahrfähig in Munster gesehen, mit der Aufschrift \\\"Friederike\\\" auf der Kanone. Damit stand der Eigenname des Modells schon fest. :D

Hier mal 3 Bilder vom Vorbild:








--
Viele Grüße

Gerhard

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Bigtanks-Köti 1:6, Hermann-Porsche-Köti 1:6, Bigtanks-Jati 1:6, Armortek-Japa 1:6, Spearhead Pz. IV 1:6
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22.08.2019, 15:29 Uhr
modellspezi besucht im Moment nicht das Board.modellspezi eine private Nachricht schreibenmodellspezi


Schön Gerhard,
...und wo sind die Bilder vom Modell? :smile: I)
...Konkurenz zu AT? - Das setzt die Latte mächtig hoch. Stelle mir die Verbindung von GFK und Stahl eher schwierig vor.
Bin gespannt!
--
Gruß
Florian
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22.08.2019, 19:03 Uhr
jhamm besucht im Moment nicht das Board.jhamm eine private Nachricht schreibenjhamm


Geeeeeeeerhaaaaard!
spann uns nicht länger auf die Folter - wir wollen Bilder!
--
Grüße
Jürgen
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22.08.2019, 23:48 Uhr
Oldchap besucht im Moment nicht das Board.Oldchap eine private Nachricht schreibenOldchap


OK, es geht ja schon weiter....... :D


Diese Friederike (das Modell) hat sich bereits ganz zu Anfang gewaltig gesträubt, überhaupt aus ihrer vom Verkäufer eigens angefertigten hölzernen Transportkiste bis in meinen Keller zu wollen! Zum Glück hatte ich Hilfe, weil meine auch panzerverrückte Freundin mit ihrem Mann aus Norddeutschland hier zu Besuch war und auf allen Vieren die Friederike mit auf die Schrägrampe in meinen Keller schubste. :D

Der Hersteller ist / war eine Firma Spearhead. Wie schon erwähnt, sagte dieser Name mir zunächst gar nix. Meine Recherchen haben dann ergeben, daß das möglicherweise eine Tochterfirma von Armorpax war, die vor 10 Jahren oder mehr diese Modelle in Stahl- / GFK- / Resin-Mischbauweise herstellte. Die Unterwanne ist aus Stahlblech geschweißt, die Oberwanne aus GFK mit Messingbeschlägen und -Details gefertigt, der Turm ist aus GFK mit Teilen aus Resin. Optisch und in der Detaillierung kann man schon eine gewisse Ähnlichkeit mit Armortek feststellen; modelltechnisch sind da aber ein paar Unzulänglichkeiten zu verzeichnen, auf die ich später noch zurückkomme. Jedenfalls hat der Vorbesitzer in meinen Augen nicht übertrieben, als er von "Baustelle" sprach, obwohl das Modell unbenutzt ist und wohl fertig gebaut angeboten wurde. Auch ein Hetzer war im Programm.

Nein, das Modell ist m.E. nicht etwa verbastelt; es ist nur noch nicht fertig (daher Baustelle). Die von mir zu kritisierenden Punkte stammen vom Hersteller selbst, nicht vom Vorbesitzer. Wie gesagt, ich werde noch drauf zu sprechen kommen. Es kann aber auch durchaus sein, daß ich da wieder mal zu anspruchsvoll bin; das darf dann jeder selbst entscheiden. Immerhin ist das Modell konstrukiv und vermutlich auch real mehr als 10 Jahre alt; damals war auch Armortek längst noch nicht das, was es heute ist.

Wer übrigens mehr zur Firma Spearhead und deren Modellen weiß, darf mich gerne verbessern!

So, und hier endlich die ersten Bilder:

Der Verkäufer gab sich viel Mühe mit dem Anfertigen einer stabilen Transportbox, so daß das Modell per Spedition sicher hier ankam:




Der erste Blick auf die Katze von vorne:





...... und von der Seite:




Die Lukendeckel waren übrigens nicht etwa beim Transport abgerissen; sie lagen ohne Scharnierachse einfach auf der Karosse und waren natürlich verrutscht.





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Viele Grüße

Gerhard

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23.08.2019, 09:32 Uhr
modellspezi besucht im Moment nicht das Board.modellspezi eine private Nachricht schreibenmodellspezi


Schaut so ja schonmal recht vernünftig aus das Ding.
Mich würden Bilder vom Innenraum interessieren. Was wirgt der Karren und was is aus Blech, was auf GfK?
--
Gruß
Florian
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24.08.2019, 00:03 Uhr
Oldchap besucht im Moment nicht das Board.Oldchap eine private Nachricht schreibenOldchap


Hallo Florian,

die Bilder vom Innenraum kommen natürlich noch. Die Materialzusammensetzung sieht so aus (ich betrachte mal nur die größeren Baugruppen):

Unterwanne: Stahl geschweißt

Laufwerk: i.w. Aluguss

Kette: Aluguss

Oberwanne bzw. Aufbau: GFK

Turm: GFK

Kommandantenkuppel: Resin oder vergleichbar

Details: verschiedene Metalle (Messing, Zinkguß etc.)

Das Gesamtgewicht mit Motoren, aber ohne sonstige Innereien schätze ich grob auch 50 kg.

Das Modell ist irgendwie "urig", eckig und kantig, und es hat schon deshalb einen eigenen Reiz, weil es nicht alltäglich ist. Dabei wurde das Original immerhin in weit höheren Stückzahlen gebaut als z.B. Tiger I oder II oder Panther. Einerseits begeistern mich die Optik und Teile der Realisierung, andererseits sind da Lösungen von Seiten des Herstellers bei, die ich so nicht lassen möchte. Aber wie schon gesagt, vllt. bin ich da nur (wieder mal) zu empfindlich......

Aber der Reihe nach. Erst mal war es nicht einfach, das Modell in den Keller zu bewegen! Es hat zwar kein Schneckengetriebe, aber der Antrieb ist recht hoch untersetzt, und ein Winkelgetriebe ist auch montiert. Das erfordert erst mal Vorsicht beim Schieben oder Ziehen.




Mit meiner "Panzerziehstange" hat es dann doch irgendwie geklappt............


--
Viele Grüße

Gerhard

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24.08.2019, 07:29 Uhr
jhamm besucht im Moment nicht das Board.jhamm eine private Nachricht schreibenjhamm


Moin Gerhard,
Danke für die Bilder.
Ja - ein Pz IV hat was, der ist wie Du schon schreibst :irgendwie "urig", eckig und kantig

Das sind bestimmt HSS-E Bohrer für die "Panzerziehstange" - da machst Du keine Kompromisse oder? ;D
--
Grüße
Jürgen
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24.08.2019, 16:35 Uhr
Oldchap besucht im Moment nicht das Board.Oldchap eine private Nachricht schreibenOldchap


Hallo Jürgen,

die sind sogar Cobalt-nitriert......... :D
--
Viele Grüße

Gerhard

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24.08.2019, 21:07 Uhr
Oldchap besucht im Moment nicht das Board.Oldchap eine private Nachricht schreibenOldchap


So, weiter im Normaltext:


Schauen wir uns doch das Modell mal von innen an. Die Oberwanne ist leicht abzunehmen, dann kommt das hier zum Vorschein:







Die Wanne ist aus Stahlblech geschweißt. An der Schweißung habe ich nichts auszusetzen, denn sie läuft über die volle Länge der Kanten (keine Heftung) und ich sehe keine schlechten Schweißstellen oder Verzüge. Im Bereich der Motoren ist eine 6 mm dicke Quertraverse aus Stahl (man mag schon nicht mehr Blech sagen) eingeschweißt und abgestützt. Sie ist sogar gezinkt geschweißt, taucht also teilweise ins Gegenblech ein, was der Konstruktion fast schon die Festigkeit einer mittleren Eisenbahnbrücke verleiht.

Man erkennt vorne (= links) die Getriebemotoren, die über Winkelgetriebe angeflanscht sind. Alleine letzteres zog mir allerdings die Mundwinkel nach unten, denn ein solches Getriebe muß man schon gut (ein-) bauen können, wenn es haltbar funktionieren soll. Die Zahnräder eines Winkelgetriebes haben immer auch den Drang, sich auf ihren Achsen nach hinten zu schieben und damit den Kraftschluß zu verlieren. Treffen so gewaltig aussehende Getriebe-Motoren auf so kleine Zahnräder, ist besondere Vorsicht geboten! Na gut; immerhin ist schon mal die Befestigung der Motoren äußerst massiv, und die Zahnräder sehen aus, als seien sie gehärtet. Später hat sich dann allerdings erwiesen, daß das Winkelgetriebe tatsächlich ein K.O-Kriterium für den gesamten Antrieb war.
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Viele Grüße

Gerhard

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25.08.2019, 07:57 Uhr
jhamm besucht im Moment nicht das Board.jhamm eine private Nachricht schreibenjhamm


Moin Gerhard,
die "mickerigen" Kegelräder springen einem ja gradezu in die Augen....
Bei 50 kg Modellgewicht erscheínern diese doch etwas unterdimensioniert.

--
Grüße
Jürgen
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25.08.2019, 23:26 Uhr
Oldchap besucht im Moment nicht das Board.Oldchap eine private Nachricht schreibenOldchap


Hallo Jürgen,

im Prinzip kann ich Dir nur zustimmen! Starker Motor, passende Untersetzung und dann DAS! Aber es kommt noch schlimmer!

Das Winkelgetriebe war mein erster Stein des Anstoßes. Nicht nur, daß hier der Kampf des gesamten Drehmoments der Motoren gegen das gesamte Gewicht des Panzers sozusagen auf einem Zahnpaar (nicht Zahnradpaar!) ausgetragen wird; nein, die Zahnräder eines Winkelgetriebes bekommen durch die Kraftverhältnisse auch den Drang, auf ihren Wellen nach hinten zu wandern, wenn ihnen das nicht massiv verwehrt wird. Und genau das lag hier nun wirklich im Argen! Ein bissel Verschraubung mit 2 Madenschrauben wie hier nützt da gar nix! Genau das durfte ich schon beim ersten provisorischen Fahrversuch der Unterwanne erleben!

So sah das Getriebe aus, als ich es bekommen habe. Immerhin sind die Räder aus hochwertigem, gehärtetem Material. Die extrem stabile Quertraverse hält die Motoren gut fest, die extra verstärkte Seitenwand der Wanne stützt das angedeutete Vorgelege ebenfalls gut ab. Von daher war erst einmal kein Problem zu erwarten:




Nach dem ersten Lenkversuch noch auf dem Bautisch sah das Ganze dann aber schon so aus:





Wie man sieht, ist das motorseitige Rad auf seiner Welle nach hinten gewandert und fast schon außer Eingriff mit dem Abtriebszahnrad! Das ist eine gefährliche Situation für das Getriebe, weil dabei sehr leicht die Zahnspitzen beschädigt werden oder ganze Zähne abbrechen können! Der Grund war eine Nachlässigkeit vermutlich schon beim Hersteller: es fehlt jede Art von axialer Abstützung für das Motor-Zahnrad! Das nächste Bild zeigt das besser, da sind die Räder wieder zusammengeschoben:




Am linken Zahnrad ist eine dicke Alu-Distanzhülse zwischen Zahnrad und Kugellager am Gehäuse eingesetzt. Dieses Zahnrad kann sich nicht axial verschieben; gut so. Am Motor (oben) dagegen fehlt das völlig! Kleine Ursache, große Wirkung! Immerhin ist das noch leicht abzustellen, indem man eine passende Distanzbuchse dreht.
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Viele Grüße

Gerhard

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26.08.2019, 08:25 Uhr
jhamm besucht im Moment nicht das Board.jhamm eine private Nachricht schreibenjhamm


Moin Gerhard,
ich vermute, die Zahnräder sind für die Belastung zu klein dimensioiniert.
Bei Mädler steht z.Bsp. immer dabei, welche Belastung die Zahnräder vertragen.
--
Grüße
Jürgen
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26.08.2019, 15:02 Uhr
Oldchap besucht im Moment nicht das Board.Oldchap eine private Nachricht schreibenOldchap


Hallo Jürgen,

das war auch meine Vermutung. Man muß bedenken, daß bei jeder normalen Verzahnung pro Zeiteinheit nur genau EIN Zahn auf einen anderen drückt und somit das gesamte Drehmoment überträgt. Das ergibt eine extreme Belastung. Anders ist das etwa beim Rollenkettenantrieb, wo ja im Schnitt das halbe Kettenrad umschlungen ist.

Wie gesagt, die Räder sind gehärtet und angelassen, was sie im Schnitt um den Faktor 3 belastarer macht als bei ungehärteten Rädern. Ob das reicht, bliebt erst mal offen.

Die Probleme an dieser Stelle waren aber auch aus anderen Gründen noch nicht zu Ende. Nach dem Ausbau des Motors und der Abnahme des Zahnrads fiel auf, daß der Hersteller die motorseitig vorhandene Nut nicht benutzt hat, um eine kraftschlüssige Verbindung des Rades mit der Welle via Nutstein zu erzeugen. Es sind lediglich 2 Madenschrauben im Zahnrad, die sich genau gegenüber liegen. Eine solche Klemmung ist unvorteilhaft; ein Abstand von 120° wäre technisch besser. Nur eine dieser Madenschrauben "würgt" sich irgendwie in die Nut ein, die andere liegt flach auf der Welle. Man darf getrost bezweifeln, daß das zur Übertragung des Drehmoments auf Dauer ausreichen wird. Die Nut trägt jedenfalls schon die Eindrücke der Madenschraube. So schön der Panzer von außen aussieht, so wenig Wert hat man offenbar auf die Fahreigenschaften gelegt.

Jetzt nachträglich eine Nut in das gehärtete Zahnrad einzubringen wäre eine nicht ganz lustige Aufgabe, aber man könnte die (weiche) Motorwelle mit Abflachungen oder Löchern für die Madenschrauben versehen. Das wäre immerhin schon ein erster Behelf. Hier die Motorwelle und das Zahnrad von hinten:


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Viele Grüße

Gerhard

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26.08.2019, 16:39 Uhr
jhamm besucht im Moment nicht das Board.jhamm eine private Nachricht schreibenjhamm


Hallo Gerhard,
ich würde das Getriebe mal öffnen um zu sehen, wie die Abtriebswelle gelagert ist.
Die Welle ansich sieht etwas dünn aus und das Zahnrad sitzt viel zu weit weg vom Lager.

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Grüße
Jürgen
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26.08.2019, 23:11 Uhr
Oldchap besucht im Moment nicht das Board.Oldchap eine private Nachricht schreibenOldchap


Hallo Jürgen,

die Aufbauchung in der Deckplatte des Getriebes sieht mir doch sehr nach einem Kugellager aus, aber zugegeben, das ist eine Vermutung. Besonders wichtig wäre hier aber auch die Aufname des nicht unerheblichen Axialdrucks, der durch das Winkelgetriebe erzeugt wird. Den gedachte ich durch eine Hülse gegen das Lager abzustützen. Das nützt aber letztlich nur, wenn das Lager seinerseits im Gehäuse gegen Druck nach innen abgestützt wird.

An dieser Stelle sollte ich vllt. ein Wort über die Maße verlieren, denn ganz so niedlich wie auf den Bildern vorgetäuscht sind die zum Glück nicht. Die Motorwelle z.B. hat 12 mm Durchmesser und daher schon eine gewisse Biege-Steifigkeit

Jetzt kommt auch der Moment, wo ich zugeben muß, nicht genügend auf das Typenschild des Motors geachtet zu haben, das erst nach dem Ausbau zugänglich war, weil ich das Ergebnis einfach nicht für möglich hielt (Auflösung später !; )! Ich habe vielmehr die erforderliche Hülse gefertigt und eingesetzt, die Madenschrauben erst mal angezogen wie gehabt, einen Akku samt Fernsteuerung zur Probe angeschlossen und den Lauf der Kette auf dem Bock geprüft bzw. prüfen wollen.

Erstmals gab es Saft auf die Motoren; zunächst noch vorsichtig. Vorwärts.... OK, rückwärts... hoppala! Beide Ketten liefen oben aus den Stützrollen heraus und klemmten sich an der Kettenabdeckung fest! 8o

Die Ursache war relativ schnell gefunden: die Leiträder standen schräg zur Kette! OK, an diesem Modell muß man offenbar ALLES kontrollieren! Das Kettenspannsystem des Modells funktioniert, grob gesehen, ähnlich wie bei den Bigtanks durch das Verschieben der Leitradachse(n), hier aber mit 2 einzelnen Achsen und mit 5 Schrauben zum Einstellen; 5 je Achse, wohlgemerkt! Damit läßt sich die Achse nicht nur längs der Kette verschieben, wie es zum Spannen erforderlich wäre, sondern sie läßt sich auch noch beliebig schräg stellen, was eigentlich gar nicht nötig sein dürfte und den Einstellvorgang deutlich verkompliziert.

Hier das Wannenheck von innen mit den inneren Spannschrauben (die je 2 langen hervorstehenden Inbusschrauben rechts und links):




So sieht die Verstellung von innen aus:




Die 2 inneren Inbusschrauben können die Leitradachse nach hinten drücken, wenn..........




... die äußeren Schrauben zuvor genügend weit losgeschraubt wurden. Dabei stellt sich die Leitradachse wegen der nach vorne ziehenden Kette erst mal recht schief und muß im Wechselspiel der 4 Schrauben gleichzeitig gerade gestellt und genügend gespannt werden. Jede Änderung an einer der 4 Schrauben verstellt die Achse sowohl in Längsrichtung als auch im Kippwinkel!

Viel komplizierter kann man einen Kettenspanner wohl kaum bauen, dachte ich! Aber doch, man kann! 8o Es gibt nämlich noch eine 5. Stellschraube im Lagerbock der Welle! Leider habe ich hier vergessen, die zu markieren, aber man sieht die Inbusschraube direkt links neben dem Leitradumfang hervorspitzen! Nun sind es also 5 Schrauben pro Leitrad, die sich alle gegenseitig beeinflussen und mit denen man jonglieren muß, um Winkel und Kettenspannung einzustellen! Eine wahrlich "spannende" Sache! Daß sie optisch schön aussieht, könnte ich auch nicht behaupten, und dem Original entspricht sie schon gar nicht:


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Viele Grüße

Gerhard

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