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Thema: Servoproblem beim Tamiya Leopard 2A6 |
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21.02.2015, 00:01 Uhr
 Robert
BW-Meister [Administrator]

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Hallo Gregor.
1.)
Laut deinem Schaltbild, ist das BEC und der Servo falsch am TVC-GSU11 angeschlossen.
Das BEC ist korrekt am Servo angeschlossen !
Aber es fehlt eine Masseleitung (schwarz) vom Servo (-) zum Rohrwiege-Ausgang (-), damit auch der Stromkreis für die Taktleitung vom Rohrwiege-Ausgang zum Servo geschlossen ist.
2.)
Das Ruckeln des Servos ist normal !!!
Das sind typische Probleme eines Regelkreises.
Hier hat der Servo und/oder die Kanone zu viel Spiel im Antrieb.
Wenn jetzt die Rohrwiege noch etwas klemmt, dann passiert folgendes:
Der Servomotor läuft los und beschleunigt. Dann überwindet er das Spiel im Antrieb. Weil die Kanonenwiege etwas klemmt, baut sich jetzt eine mechanische Federspannung im System auf. Sobald die Kanonenwiege losbricht, entläd sich diese Spannung und die Kanone flitscht nach oben/unten.
Dadurch wird dann aber das Spiel im Regelkreis des Servos schlagartig überwunden, woraufhin die Servoelektronik entweder abbremst, oder sogar in die Gegenrichtung steuert. Die kann im Extremfall zu regelrechten Regelschwingungen führen, bei der das Kanonenrohr ganz massiv anfängt auf und ab zu schwingen. (hatte ich so bei den Kanonenrohren von meinem Gepard).
Versuche mal die Gummiringe in der Kanonenwiege raus zu nehmen.
... und evtl. auch Kugellager dort einzubauen.
Die Kugellager könnten die Situation auch wieder verschlimmern, je nachdem, welche Schwingungsfrequenz du in deinem Regel-System hast.
Durch das herausnehmen der Gummiringe und ersetzen durch Kugellager wird wahrscheinlich auch das Kanonenrohr bei Geländefahrten wieder anfangen zu wackeln.
Also daher: ohne Gewehr auf Pistolen !
Gruß Robert
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Beitrag 1 mal editiert. Zuletzt editiert von Robert am 21.02.2015 00:07. |
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21.02.2015, 10:19 Uhr
 cde_Evil-Homer
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Hi Gregor,
es ist schon richtig beschrieben worden, eine saubere Regelung bekommt man nur wenn die Mechanik absolut sauber und spielfrei aufgebaut ist.
Das ist also schonmal die Grundlage und der Hauptgrund warum ich an meinem Leo1 so einen Aufwand getrieben habe mit der BK-Lagerung und Ansteuerung.
Also, gutes Servo mit spielarmem Getriebe, Kugellager und einen stabilen Servohebel nutzen.
Darauf achten das die Auflösung des Servos gut genug ist (weiter dazu unten).
Keinesfalls den Servoweg elektronisch reduzieren, lieber den mechanischen Anlenkpunkt weiter zur Servomitte oder am BK-Hebel weiter weg vom Drehpunkt verlegen.
Spielfreie Anlenkung (Kugelköpfe) zb aus dem Helibereich verwenden.
Das ruckeln kann dann natürlich auch noch von einer zu groben Auflösung der Servoelektronik kommen, hier punkten dann die Digital-Brushless-Servos der oberen Preisklasse.
Du müsstest in Erfahrung bringen wie viele Einzelschritte das Servo hat bei einem Winkel von 40 oder 60 Grad.
Je mehr desto besser, billigere Servos und vor allem analoge zerteilen diesen Winkelbereich in wenige Schritte die man mit bloßem Auge sehen kann wenn man gaaaaaanz langsam das Sevo verfährt.
Irgendwie fehlt mir in deinem Plan eine Kleinigkeit......einfach nur das Signalkabel verbinden kann eigentlich nicht funktionieren.......du benötigst zwei Leitungen wenn du eine getrennte Stromversorgung hast (Masse und Impuls).
Grüße
Michael
-- http://forum.modelltechnik24.de
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21.02.2015, 13:04 Uhr
 Gregor33

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Hallo und vielen Dank Euch beiden für die zügigen Antworten!
Die fehlende Masseleitung vom Servo zum Rohrwiege-Ausgang hat das SGS Modul völlig ignoriert. Sämtliche Funktionen (abgesehen vom ruckeligen Servo ) laufen ohne Beanstandung???
Ich hatte zwar ebenfalls versucht, den Stromkreis wegen der Taktleitung vom Rohrwiege-Ausgang zum Servo zu schliessen aber das hackelige Verhalten blieb...
Übrigens, Eure Tips mit der Servoanlenkung und spielfreier Lagerung der BK habe ich beim Aufbau bereits berücksichtigt. Das Servo ist spielfrei, Kugellager sind drin, statt Gummiringe hab ich Teflonscheiben eingebaut, die BK ist austariert und schwebt absolut frei sowie waagerecht...Das Spiel des Gesamtkonstruktion liegt an der Kanonenspitze damit auf 1-2 mm.
Das ruckeln und stottern kann auch ohne jegliche Last am Servo beobachtet werden, deshalb tendiere ich zu Michaels Meinung, dass genau dieser Billig-Digitalservo zu grob taktet oder die Ansteuerung von eben diesen Servotyp wegen Inkompatibilität mit der SGS Elektronik oder Empfänger spinnt. Kurioserweise läuft das olle Tamiya Servo in der o.g. Kombination ausgerechnet jetzt butterweich
Noch eine Frage beschäftigt mich: irgendwo habe ich gelesen, die SGS Elektronik muss auf ein Servo bzw. seine Neutrallage sowie Stromversorgung angelernt werden. Das gleiche macht doch das Tamiya DMD, wenn man das Servo direkt anschliesst und justiert...überlagern sich etwa die beiden Grundeinstellungen mit der Folge dass die DMD vom J5-Servoausgang zum X2 Servoeingang des SGS falsche Signale liefert?
Langsam wird man hier noch paranoid...Hilft alles nichts, ich teste weiter und berichte über (Miss)Erfolge
Beste Grüße
Gregor
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