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      Mowag Eagle IV im Masstab 1/16 ... Modellbau im 21. Jahrhundert
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Thema: Mowag Eagle IV im Masstab 1/16 ... Modellbau im 21. Jahrhundert

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25.10.2012, 18:16 Uhr
Robert besucht im Moment nicht das Board.Robert eine private Nachricht schreibenRobert
BW-Meister

[Administrator]



Hallo Zusammen.

Sicherlich hat der Eine oder Andere in der letzten Zeit Bauberichte von mir vermisst und sich die Frage gestellt: "Machte der Admin noch was mit Modellen ?"

Ja klar macht der Admin noch Modelle !!! ;) .... Hier möchte ich einen Überblick über mein (Geheim-)Projekt der letzten 3 Jahre geben, das sich so allmählich dem Ende entgegen neigt.



Angefangen hat das Ganze vor drei Jahren auf dem feucht-fröhlichen Sommerfest der RK-Modellbau. Ich suchte damals nach einem Projekt, mit dem ich mich in meine ganze CAD-Software einarbeiten und meine neue CNC-Fräse testen konnte. Damals kam Peter (spot01) mit einem 3-Seiten-Plan vom "Mowag Eagle 4" um die Ecke ... und weil der Eagle auf den ersten Blick so schön Eckig und einfach aussah, haben wir beide beschlossen den Eagle als "Gemeinschaftsprojekt" zu bauen.

Ziele bei dem Projekt waren:
1.) Meine CAD-/CAM-/CNC-Software zu testen und mich in die Software einzuarbeiten
2.) Meine CNC-Fräse zu testen, zu justieren, auszubauen und die optimalen Fräsparamerter zu ermitteln.
3.) Wirtschaftliche Methoden für eine Kleinserienproduktion auszuarbeiten.
4.) Den Arbeitsaufwand für eine Kleinserienprodukion am eigenen Leibe kennen zu lernen.
5.) Nicht zu Letzt, ein schönes und zuverlässiges RC-Modell zu bauen.


Wer nicht weis, was ein "Mowag Eagle IV" ist ... soooo sieht dat Dingens im Orginal aus :look: ...









Gruß Robert


Das erste "historische" Bild des Projektes ... aufgenommen wärend des RK-Sommerfestes 2009 :D ...


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25.10.2012, 18:40 Uhr
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BW-Meister

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Die erste Herausforderung war: Es gab keine passenden Reifen für das Modell.

Allso wurden die ersten vorsichtigen Schritte im CAD gemacht und es wurde ein passender Reifen konstruiert.

Da von Anfang an klar war, daß der Reifen von AFV hergestellt werden sollte, wurde der Reifen nach Rücksprache mit Tom gleich passend zu einer AFV-Felge konstruiert.


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25.10.2012, 18:46 Uhr
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BW-Meister

[Administrator]



Nachdem der Reifen im CAD fertig konstruiert war, habe ich die CAD-Daten an AFV geschickt. Bei AFV wurde dann ein Prototyp mittels 3D-Druck (Rapid-Prototyping) hergestellt und davon dann eine Silikon-Gussform für die Serienproduktion.

Der Reifen nochmal von der anderen Seite mit der kompletten Beschriftung ...


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25.10.2012, 18:51 Uhr
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BW-Meister

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Da ich mit Tom von AFV gut befreundet bin, habe ich ihm die Erlaubniss gegeben den Reifen frei in seinem Schop vermarkten zu können. Dafür hat er mir im Gegenzug die Formenkosten für die Reifenproduktion erlassen.

Seit dieser Zeit gibt es den Reifen auch bei AFV im Shop zu kaufen:

-> http://www.afv-model.com/4711shop/product_info.php?info=p2568_Continental-335-80-R20-MPT.html



Gruß Robert


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25.10.2012, 19:19 Uhr
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BW-Meister

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Nachdem das Thema Reifen geklärt war, ging es an die Konstruktion des Fahrwerkes.

Ziele bei der Konstruktion des Fahrwerkes waren ...

1.) Die wichtigen Fahrwerkskomponenten wie Differentiale, Antriebswellen und Stoßdämpfer sollten von einem frei auf dem Markt verfügbaren RC-Modell kommen. Die Wahl fiel auf einen "Team Associated RC18R", da hier die Achsbreite passte und die Kugel-Differentiale von der Bauform recht klein waren.






Leider war dies keine glückliche Wahl, da die Produktion und der Verkauf des "Team Associated RC18R" bereits nach 3 Jahren wieder eingestellt wurden und ich jetzt keine neuen Chassis für weitere Modelle mehr kaufen kann.


2.) Das Fahrwerk sollte genau so Funktionieren wie das Orginal ... allso eine "Dedion-Achse" mit Achsrahmen und Wankstabilisatoren zwischen dem vorderen und dem hinteren Achsrahmen.

3.) Das ganze Fahrwerk sollte so viel Bodenfreiheit und Achsverschränkung wie nur irgend möglich bekommen.



Nach der Erfassung der zu verwendenden Fahrwerkskomponenten vom "Team Associated RC18R" im CAD, folgten nun mehrere Wochen der Arbeiten bei denen die anfängliche Fahrwerksstudien nach und nach verfeinert wurden.











Gruß Robert
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25.10.2012, 20:02 Uhr
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BW-Meister

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Im Anschluss folgten noch weitere Studien für den Einbau von Fernsteuerungskomponenten, Akku und Getriebe ...










Gruß Robert
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25.10.2012, 20:23 Uhr
Robert besucht im Moment nicht das Board.Robert eine private Nachricht schreibenRobert
BW-Meister

[Administrator]



...

Nach einigen Recherchen bei Conrad und CAD-Experimenten mit käuflichen Motor-Getriebe-Komponenten war klar, daß ich das Getriebe selber konstruieren mußte.

Zum Einen konnte dadurch die Getriebe-Bauform optimal an die Platzverhältnisse im Modell angepasst werden, zum Anderen hatte ich dadurch wesendlich größere Flexibilität bei der Dimensionierung der Motorleistung und dem Drehmoment am Antrieb.

Doch die Konstruktion des Getriebes hat mich schier in den Wahnsinn getrieben. So viele mögliche Varianten ... soo viele Probleme mit der Beschaffung von passenden Motoren und Zahnrädern .... so wenig praktische Erfahrung mit den Anforderungen an die Antriebsleistung im Modell ....

... das Ergebniss war, daß ich das Getriebe bestimmt 7 bis 8 mal neu Konstruiert habe, bis dann irgendwann mal eine endgülte Version dabei heraus kam I)


Eine der früheren Varianten, noch alternativ mit einem oder zwei Motoren bestückbar ...








Die Variante, die dann im ersten Prototypen getestet wurde ...




... und die vorläufig endgültige Getriebeversion, die aktuell in den Modellen eingebaut ist ...




Gruß Robert
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25.10.2012, 20:40 Uhr
Volki besucht im Moment das Board.Volki eine private Nachricht schreibenVolki
Smilekönig



hallo Admin........
Wer hätte damals gedacht das der eagle ein solch enormes Projekt werden würde. Unser Vorschlag zum Felgendesign hats ja nun leider nicht in die engere Wahl geschafft.............. :p




Sehr gelungen wie man heut sieht
--
RK-Modellbau
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25.10.2012, 20:46 Uhr
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BW-Meister

[Administrator]



...

Bis zu diesem Zeitpunkt wurde alles (bis auf die Reifen) ausschließlich nur im CAD konstruiert.

Da die verwendete CAD-Software auch mit einer Bewegungssimulation ausgestattet war, wurde das Fahrwerk und die Lenkung einer Bewegungssimulation unterzogen, um evtl. Probleme beim späteren Fahrbetrieb schon wärend der Konstruktion erkennen zu können.

Aber irgendwann muß man seine Ideen auch mal in der Realität testen. Allso wurde ein "Rolling-Chassis" mit dem aktuellen Entwicklungsstand aufgebaut. Da die scalen Reifen zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertig waren, war das Modell noch mit ähnlich dimensionierten Reifen eines Kiosho-LAVs ausgestattet.






Hier sieht man die große Achsverschränkung und Bodenfreiheit, die das Fahrwerk bereits als Prototyp hat.



Anschließend wurde das Fahrwerk auf diversen RK-Veranstaltungen den extremsten Belastungstests unterzogen.




Die Tests haben dann auch einige Schwachstellen des Fahrwerks zu Tage gefördert:

1.) Wegen der extremen Achsverschränkung sind des öfteren die Gelenkwellen zu den Rädern rausgefallen und teilweise auf nimmer wiedersehen im hohen Gras verschwunden. Als Lösung mußten der negative Federweg verkürzt und die Anschlagpunkte der Stoßdämpfer einige Milimeter nach oben verlegt werden.

2.) Der ursprünglich aus dem "Team Associated RC18R" stammende Motor war viel zu agressiv für ein "Scalemodell" und mußte durch einen baugleichen aber schwächeren Motor ersetzt werden.

3.) Die aus Kunsstoff gefrästen Achsrahmen haben die Belastungen nicht ausgehalten und sind mehrfach wärend der Tests gebrochen. Deshalb müssen die Achsrahmen für die Serienproduktion aus einem härten Material gefertigt werden. (aber dazu später mehr...)


Trotz allem hat aber bereits der erste Prototyp erstaunlich gut funktioniert, weshalb es im Anschluß gleich mit der Konstruktion der scalen Aufbauteile wie Stoßstange, Motorhaube, Kabine und Pritsche weiter gehen konnte.


... damit war der erste Projekabschitt "Konstruktion des Antriebs und des Fahrwerks" abgeschlossen ...

Gruß Robert
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25.10.2012, 21:56 Uhr
Robert besucht im Moment nicht das Board.Robert eine private Nachricht schreibenRobert
BW-Meister

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...

Als nächstes wurden die scalen Aufbauten als massiver Block im CAD konstruiert und auf dem Fahrwerk positioniert..

.. zunächst die Motorhaube ...

Die Motorhaube hat mich auch die allerletzten Nerven gekostet. Als das Projekt anfing, sah der Mowag Eagle im erstem Moment so schön eckig und einfach aus ... aber wie sich bei näherer Betrachtung herausstellte besteht alleine der Grundkörper der Motorhaube aus mehr als 20 Flächen, deren Winkel zueinander völlig unbekannt sind.

Entspechend lange und nevtötend war dann auch die Annäherung der CAD-Konstuktion an das Aussehen der Orginal-Motorhaube I)



Im Anschluß daran wurden dann noch die Kabine und die Pritsche in ihren Basisabmessungen auf das Chassis drauf konstruiert.








Gruß Robert
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25.10.2012, 22:11 Uhr
Robert besucht im Moment nicht das Board.Robert eine private Nachricht schreibenRobert
BW-Meister

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...

Bis zu diesem Entwicklungsstand bestand das Projekt aus einem funktionstüchtigen Fahrwerk und eine grob konstruierten Aussenschale, die keinerlei konstruktive Verbindung zueinander hatten. Allso mußte jetzt ein "Übergang" konstruiert werden, der Fahrwerk und Aufbauten miteinander verbinden sollte.

Damit die RC-Komponenten besser geschützt sind und sich trotzdem gut einbauen und warten lassen, habe ich mich dazu entschlossen eine "Unterwanne" ähnlich eines Panzermodells zu Konstruieren, bei dem die Aufbauten als "Halbschale" nur ober drauf gestecket oder angeschraubt werden.








Gruß Robert
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25.10.2012, 22:13 Uhr
Swiss_Tankboy besucht im Moment nicht das Board.Swiss_Tankboy eine private Nachricht schreibenSwiss_Tankboy
Hallo Robert

einfach Genial was Du da gezaubert hast.

Als Schweizer bekomme ich natürlich ein richtiges lächzen bei Deinem Baubericht zum Eagle IV.

Immer wenn ich hier im Panzermuseum in Full Reuenthal vor dem Eagle IV von Mowag stehe nehme ich und meine Kollegen uns vor diesen endlich einmal zu bauen.

Wenn ich zwischen Deinen Zeilen richtig gelesen habe möchtest Du einen Bausatz fertigen welcher auch zu erwerben wäre, hier wäre ich mal sehr interessiert an einem Angebot.

Der Eagle IV ist in der Tat nur auf den ersten Blick eine kantige Kiste bei näherem betrachten zeigen sich einem aber die vielen Winkel und Kanten und die massive Konstruktion des Fahrzeug.

Bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung Deines Baubericht und auch meine Kollegen sind sicher bereits heiss auf weitere Bilder Deines Modell.
(und wenn ich es in den Berichten zur Messe in Leipzig richtig gesehen habe sind es ja schon eine grosse Anzahl Eagle IV Fahrzeuge in 1:16)

Eine Bitte noch am Rande nenne das Fahrzeug nicht Eagle 4 es wird korrekt als Eagle IV Bezeichnet
--
Gruss
Andreas

Swiss Army Pz Sap G Bat 4

Tamiya Leo1A4, Leo2A6, Pionierpanzer Kodiak, M113 sowie ein SLT50-2 und Wolf sind auch noch da.

Diverse Tamiya Truckmodelle, es sind einfach zuviele um diese aufzuzählen.
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25.10.2012, 22:21 Uhr
Doomgiver besucht im Moment nicht das Board.Doomgiver eine private Nachricht schreibenDoomgiver
Hallo Robert,

ein schickes Bürschchen wird das. :)
Vor allem wirkt das dank CAD so schön durchdacht, der Try-And-Error-Faktor ist dadurch ja doch um einiges kleiner. Mit seinem "großen Bruder" YAK verbinde ich in 1:1 ja einige Emotionen (gute wie schlechte), insofern wird das hier aufmerksam mitverfolgt.

Heiko
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25.10.2012, 22:26 Uhr
Mark3007 besucht im Moment nicht das Board.Mark3007 eine private Nachricht schreibenMark3007
Hey,

Richtig interessantes Projekt,eine Freude auch mal dich und deine Modellbauerei kennenzulernen,lässt sich sehr gut lesen und ich bin nur zu gespannt wie du weiter voran kommst! ;D

Gruß Mark
--
Im Falle eines Falles - UHU!
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25.10.2012, 22:32 Uhr
Robert besucht im Moment nicht das Board.Robert eine private Nachricht schreibenRobert
BW-Meister

[Administrator]



Hallo Heiko,

ja, das sieht auf den CAD-Bildern im ersten Moment auch schön "durchdacht" aus .... aber in Wirklichkeit sind die ganzen Fehlversuche im CAD schnell wieder gelöscht worden und nur die entgültigen Konstruktionen haben es auf die Bilder geschafft !!! :))

... das ist eben das Schöne am CAD ... da kann man rumprobieren bis der Arzt kommt und es kostet keinen einzigen Pfennig Geld ... nur eben etwas Zeit für den Fehlversuch .... und wenn man dann ne gute Lösung gefunden hat, dann kann man die auch mal "kostenpflichtig" realisieren :D

Spart ne ganze Menge Geld und Nerven ... und hält den Frustpegel niedrig :look:


Gruß Robert
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