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Thema: Akku laden?

[ - Antworten - ]
Seiten: [1] 
25.12.2010, 10:37 Uhr
Bilko besucht im Moment nicht das Board.Bilko eine private Nachricht schreibenBilko
Servus Leute,

vorab: FROHE WEIHNACHTEN

ich habe ein kleines Problem, ich weiß nicht recht wie ich meine Akkus Laden/Entladen soll. Es handelt sich um 4 in Reihe geschaltete Panasonic LC-R0612P1 Blei-Akkus die ich mit dem Ultra Duo Plus 30 laden bzw. entladen möchte. Laden der Akkus soll mit einem Zehntel der Kapazität des Akkus erfolgen; also in meinem Falle mit 1,2 A da die Akkus 12 Ah und 6 V haben. Da sie aber in Reihe geschaltet sind haben sie 24 V. Werden in Reihe geschaltete Akkus im noch als einzellig behandelt oder habe ich jetzt 4 Zellen, weil die dürfte ich laut Bedienungsanleitung vom Ladegerät nicht laden. Beim Entladen soll ich 1,55 V pro Zelle als Entladeschlußspannung einstellen, stelle ich jetzt 1,55 V x 4 Akkus = 6,2 V ein oder wie verfahre ich da?
Wenn jemand ne Idee oder besser noch er weiß es dann bitte antworten.


Frohe Feiertage wünsche ich noch.


Gruß Christian
  
25.12.2010, 12:16 Uhr
Robert besucht im Moment nicht das Board.Robert eine private Nachricht schreibenRobert
BW-Meister

[Administrator]



Hallo Christian,


kein Akku ist wie der andere ..... allso erstmal nach dem Datenblatt für den speziellen Panasonic-Akku suchen ...

Siehe -> http://www.panasonic.com/industrial/includes/pdf/Panasonic_VRLA_LC-R0612P.pdf





Da steht drin:
Entladeschlußspannung (Cut-off-voltage) für einen kompletten Akku (hier = 3 Zellen) = 5,25 V

Da du vier dieser Akkus in Reihe geschlossen hast, sind das 4 x 5,25 V = 21 V


Für das ständige Laden/Entladen des Akkus wird im Datenblatt ein Wert von maximal 4,8 A Ladestrom angegeben.

Da du vier dieser Akkus in Reihe geschlossen hast, bleibt der maximale Ladestrom auch für aller vier gleich, allso = 4,8 A

Beim Entladen würde ich mich auch an die maximalen 4,8 A halten, da auf Dauer der Akku überhitzen könnte.


Allerdings ist es bei Blei-Akkus nicht üblich, die Akkus vor dem Laden zu "Entladen", da sie keinen Memory-Effekt aufweisen, so wie die veralteten Nickel-Cadmium-Akkus.


Ich würde die Bleiakkus einfach ans Ladegerät hängen und laden, egal was für einen Ladezustand sie haben ;)



Gruß Robert
      Beitrag 2 mal editiert. Zuletzt editiert von Robert am 25.12.2010 12:26.
25.12.2010, 12:24 Uhr
Radfahrer besucht im Moment nicht das Board.Radfahrer eine private Nachricht schreibenRadfahrer


Hallo Christian!

Entladen brauchst Du die Akkus nicht extra, das geschieht im Betrieb. :rotate: Darüber, mit welchem Ladezustand Bleiakkus gelagert werden sollen, gehen die Meinungen auseinander.
Beim Laden ist es schon wie Du vermutet hast, in Reihe geschaltete Akkus behalten ihre Kapazität und addieren die Spannung. Also Du hast im Ganzen einen 24V Akku mit 12 Ah. Diese Werte mußt Du auch dem Ladegerät mitteilen. Jede Bleizelle hat 2V, also muß das Ladegerät auf 12 Zellen PB einstellbar sein, Normalladestrom bleibt bei 1,2 A.
Verkraftet der Lader diese hohe Zellenanzahl/Spannung nicht, bleibt nichts anderes, als den Akkuverbund in kleinere Einheiten aufzuspalten, bei Deinem Zweifachlader z.B. in je zwei Akkus mit zusammen je 12V, dazu müsstest Du den Akkuverbund zum Laden in zwei Hälften teilen.
Solltest Du, um den Gedankenkreis zu schließen, mit dem Ladegerät auch entladen wollen, so ist dementsprechend zu verfahren: Ein PB Akku 6V hat bereits 2 Zellen! Der ganze Verbund = 12 Zellen x Entladeschlußspannung. Teilepackete dementsprechend weniger.
--
Isch ´abe ga´ keine Fahrrad!

Olaf (der Radfahrer)
  
25.12.2010, 15:31 Uhr
halbkette besucht im Moment nicht das Board.halbkette eine private Nachricht schreibenhalbkette


Hallo Christian,

soweit wurde von meinen Vorrednern alles richtig gesagt, bis auf den kleinen Druckfehler im vorletzten Satz von Olaf. Berichtigt muß es da heißen:
"6 Volt-Blei-Akku hat 3(!) Zellen".
Aber die Summe bleibt ja richtig mit 4 x 3 Zellen = 12 Zellen insgesamt, logisch.

Also nochmal alles kurz zusammengefaßt:

1. Maximalen Strom einhalten, weil sonst Zellen beim Laden zu warm werden und evtl. zerstört werden könnten.
Datenblatt-einsehen ist immer eine gute Idee.

2. Ladespannung nach Zellenzahl einstellen. Bei Bleizellen: max.2,3 Volt/Zelle. ( oder Datenblatt-Angabe )

Bei der Angabe der Zellenzahl für das Ladegerät handelt es sich auch nur um die indirekte Einstellung der richtigen Ladespannung, die ja über der gesamten Zellenspannung liegen muß.

Wieviel darüber hängt vom Innenwiderstand der Zellen ab und von der gewünschten Ladestromhöhe. Das haben Ladegeräte schon bei der Abfrage der zu ladenden Zellenzahl ungefähr eingerechnet. ( Deshalb auch angeben, welche Art Zellen... )

Du kannst das also auch alles mit einem anderen Ladegerät erreichen, wenn sich da Strom und Spannung einzeln kontrollieren lassen. Solche Geräte nennt man "Konstanter", zu finden z.B. bei Conrad. Die bringen dann leicht 30 Volt.

3. Wenn dein Ladegerät die hohe Gesamtspannung von 24 Volt für das Laden deines Akkuverbundes nicht erreichen kann, ist der Rat korrekt, die Akkus in kleinere Blöcke aufzuspalten.
Dazu genügt es in der Praxis des Ladens, am jeweiligen richtigen Verbindungs-Löt-Punkt zwischen den Akkus die Ladeleitung anzuklemmen. Ich meine damit, dass ein Ablöten der Akkus dafür nicht unbedingt erforderlich ist - es sei denn, man verliert dabei zu leicht den Überblick(?)..."sicher" ist sicherer !

4. Normalerweise werden diese Akkus mit einer genau bestimmten Höchstspannung geladen, die der Zellenzahl mal 2,3 Volt entspricht. Das hat den Vorteil, dass

a) die langsam ansteigende Zellenspannung niemals über den Maximalwert steigen kann und

b) der Stron durch die immer kleiner werdende Spannungsdifferenz zur Ladespannung ebenfalls immer geringer wird - und am Ende fast zu Null wird.
Dadurch kann der Akku niemals "überladen" werden. Nachteil : es dauert länger.

Aber ich fürchte, dass ich dein momentanes Verständnis für E-Technik jetzt doch etwas überfordert habe - allerdings denke ich immer bei solchen Erklärungen, dass vielleicht auch andere Leser darüber etwas mehr wissen wollen. Dafür ist das hier ja für jeden Leser zugänglich... :rolleyes:

Bei weiteren Fragen dazu - immer heraus damit - irgendwie muß man das ja lernen. :))

Frohes Fest !
--
Gruß Hartmut

" Ein Modell ist mehr als nur die Summe seiner Teile "
  
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