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      M1A2 Abrams in 1:12
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Thema: M1A2 Abrams in 1:12

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Seiten: [1] (2) 
03.04.2010, 22:30 Uhr
MechMac besucht im Moment nicht das Board.MechMac eine private Nachricht schreibenMechMac
Hallo,


nach etwa 4 Jahren Bauzeit ist mein Projekt nun endlich ausgereift und einsatzbereit. Es fing mit dem wohl bekannten M1A2 in 1:12 an, welcher nicht gerade selten auf der Plattform Ebay zu erwerben ist.

So sieht er aus:



Ein Spielzeug, ganz klar. Ich denke ich muss zu dem Teil nichts mehr sagen. Nun hatte ich die Idee das Teil geländetauglich zu machen. Natürlich mit möglichst wenig Aufwand. Was ich unterschätzt habe, sind die Kräfte, welche ganz besonders beim Spinturn auf das Fahrwerk wirken.

Erste Versuche sahen aus wie folgt:






Nach sehr viel Arbeit hatte ich dann entsprechende Ketten gefertigt.



Bestehend aus 12mm Hohlbolzenkette und den entsprechenden Zwischenstücken und mit 3,5 Kilo pro Kette durchaus nicht ganz einfach zu bewegen.



Die Versuche für eine passende Motorisierung fingen an mit den üblichen 550er Motoren und "selfmade"-Getriebe.



Das konnte natürlich nicht klappen. Viel zu wenig Drehmoment. Das Originalmodel hatte etwa ein Gewicht von 4Kg (Komplett). Mein Umbau stand da nun mit 16 Kilogramm. Also mussten andere Motoren her.


Lange hat`s gedauert bis ich passende Motoren gefunden habe, denn der Panzer ist zu groß für die 550er und zu klein für Getriebemotoren aus dem KFZ-Bereich. Dennoch habe ich welche gefunden.
So sah es aus:





Immerhin bewegte sich der Panzer nun. Zu diesem Zeitpunkt war also das Laufwerk geändert, der Antrieb und natürlich die Steuerung. Vom Original waren nur noch Teile der Wanne, die Laufrollen und der Oberbau übrig.

Leider musste ich schnell feststellen das der Panzer im hohen Gras probleme mit dem Spinturn hatte. Die Motoren waren zu schwach. An dieser Stelle drohte das Projekt nach der langen Zeit zu scheitern. Zum Glück bekam ich die Gelegenheit mir zwei Motoren direkt vom Hersteller nach meinen Wünschen zu konfigurieren und zu erwerben:
Drehmoment (unter Dauerbetrieb): 4Nm
Versorgung: 24 Volt
Drehzahl: 190 1/min
Bei dieser Gelegenheit beschloß ich auch direkt das Fahrwerk und die Wanne neu zu machen. Sie sollte komplett aus Edelstahl gefertigt und seitlich verschweißt werden.


Hier ein Bild der "Motorhierarchie"



Zum neuen Motor gehört gab es auch ein größeres Ritzel, da das alte etwas zu klein war.



Nachdem ich die Wanne und den Rest des Panzers in 3D am Computer entworfen hatte, folgte die Fertigung.
Blechstärke 3mm, Material: 1.4301






Das Fahrwerk sollte diesmal näher am Original liegen. Also kamen nur Drehstabfedern, welche am Panzerboden befestigt werden, in Frage. Wie auch in Echt ist das Laufwerk zueinander versetzt.
Das Konzept: Eine Stahlachse welche in einem Kunststoffblock geführt wird.



Und montiert



Und hier ein Bild von der Federwegbegrenzung



Nach Fertigung der neuen Laufrollen und Montage der Ketten war es dann endlich soweit.
Mit einer Länge von 680mm (Ohne Kanone) einer Breite von 310mm und einem
Gewicht von 28Kg ist er ein ganz schöner Brocken geworden:















Ein Video von der ersten Testfahrt findet ihr hier:

Video auf YouTube



Geplant ist als nächstes ein komplett neues Oberteil aus Edelstahl incl. drehbaren Turm.

Gruß, MechMac
  
11.06.2010, 21:38 Uhr
MechMac besucht im Moment nicht das Board.MechMac eine private Nachricht schreibenMechMac
Sorry für`s pushen, aber leider kann man Beiträge älter als 30 Tage nicht mehr bearbeiten.

Da ich mittlerweile etwas weiter gebaut habe, wollte ich`s der Vollständigkeit halber nachtragen.

Ich habe den Oberbau (ausgenommen der Turm) nun aus 2mm 1.4301 nachgebaut. Im Wesentlichen ist es eine Kant- und Schweißkonstruktion (WIG).

Nach Fertigstellung werden diverse Klappen und Haken und was auch immer in Form von Anbauteilen hinzugefügt, jedoch ist das für mich zunächst eher zweitrangig.




Zahnkranz M1, 100z

Der Turm wird über ein Getriebe durch einen Robbe Roxxy BL Outrunner 2824-34 (pro Volt 1100 1/min) angetrieben und ist in der Lage 360°-Umdrehungen auszuführen. Um das zu gewährleisten bekommt der Turm einen eigenen Empfänger.

Das Getriebe für die Turmdrehung ist 4-Stufig und gibt folgende Untersetzungen:
i_1 = 5 (M0,5)
i_2 = 6 (M0,5)
i_3 = 2,666 (M1)
i_4 = 6,666 (M1)

i_gesamt = 533,147




Zurzeit konstruiere ich den eigentlichen Turm. Fest steht das er durch 5 Kugellager, welche um den Außenmantel des Zahnkranzes laufen, geführt wird.
  
20.10.2012, 20:52 Uhr
MechMac besucht im Moment nicht das Board.MechMac eine private Nachricht schreibenMechMac
Hallo,

trotz des offensichtlich geringen Interesses, habe ich beschlossen den Thread auf den aktuellen Stand zu bringen.
Es hat sich einiges getan in den letzten zwei Jahren.
Ich werde in der nächsten Zeit über folgende Änderungen berichten:

-Fertigstellung des Turms
-Neubau des Antriebes; Konstruktion und Bau eines Überlagerungsgetriebes mit Außenläufermotoren
-Kleine Laufwerksmodifikation

die Gründe für die Änderungen sind verschiedene, hauptsächlich die Optik und die Untermotorisierung.
dies ist die dritte und hoffentlich letzte Änderung an den Motoren.
Schneckengetriebemotoren sind für dieses schwere Modell einfach zu schwach.
Bei entsprechender Übersetzung sind sie dann wieder zu langsam.
Somit bleiben dann nur drehmomentstarke Außenläufer.
Im Hinblick auf den späteren Einsatz eines 2-Ganggetriebes ist der Einsatz eines Überlagerungsgetriebes erforderlich,
da es schwer bis unmöglich ist, zwei Motoren synchon zu schalten.

Bevor es losgeht, hier einige Eckdaten:

Der Turm besteht aus Edelstahl, wie auch der Rest vom Panzer. Das Geläder ist aus Messingrundprofil gekantet und gelötet.
Das Getriebe besteht aus Standardzahnrädern (C45) und wird aus einzelnen Platten gefertigt.
Hier darf es ruhig massiv sein, daher werden alle Wände und Stege aus 8mm S235 gefertigt.


Gruß, Andreas
  
20.10.2012, 21:09 Uhr
chris_at besucht im Moment nicht das Board.chris_at eine private Nachricht schreibenchris_at
[Moderator]



Hi Andreas,

man kann zumindest recht schnell aus Deinem Baubericht lernen,
lieber einmal richtig kaufen als so ein Geschuster.

Letztendlich ist ja von dem Urmodell eigentlich nichts mehr übrig, oder?
Ausser die optisch fast schon beleidigenden Laufräder, sry die gehen irgendwie gar nicht.
Du bist mit der Kette und den Antriebszahnrädern schon einizgartige Wege gegangen.
Dann machst Du mit richtig Aufwand eine komplette neue Edelstahlkarosse.

Das wird sicherlich noch ein anständiges Modell, aber ich finde zuviel "Phantasie" am Modell wirkt einfach nicht, ich würde die Räder zumindest noch ersetzen. Vielleicht geht auch nachdrehen?

Bitte nicht böse sein, ich versuche konstruktiv Kritik zu üben;
Die Karosse, das Fahrwerk, das Oberdeck etc. sind ja mittlerweile eine solide Basis

Lass Dich nicht abhalten!


--
Gruss

Chris


www.Kanonenjagdpanzer.com

-----------------------------------------
Mitglied der RAG/ IG Militärmodellbau
  
20.10.2012, 21:57 Uhr
MechMac besucht im Moment nicht das Board.MechMac eine private Nachricht schreibenMechMac
Hallo,

an Kritik habe ich nichts auszusetzen.

Mittlerweile habe ich "Radmuttern" installiert, damit es nicht mehr ganz so schlimm aussieht, zu mehr fehlen mir leider die Maschinen.
Sobald ich die technischen Mittel habe, ändere ich was möglich ist. Es betrifft ja nicht nur die Laufrollen.
Und auf den Bildern, die Google ausspuckt kann man nicht besonders viel sehen. Details eher selten.

Von dem Ursprungsmodell ist in der Tat nichts mehr übrig. Aber das finde ich nicht schlimm.
Die aktuelle Version ist wenigstens geländetauglich, was man von dem Kaufmodell in keinster Weise behaupten kann.



Gruß, Andreas
  
21.10.2012, 00:37 Uhr
MechMac besucht im Moment nicht das Board.MechMac eine private Nachricht schreibenMechMac
Los geht`s mit dem Getriebe.

Die Schwierigkeit liegt in der Dimensionierung, denn der Platz ist gering und die zu übertragenden Kräfte sind nicht zu unterschätzen.
Nach einigem hin und her bin ich zu folgenden Zahnradgrößen gekommen. Innerer Bereich: Modul 1
Abgang: Modul 1,5.
Um, vor allem hinsichtlich der geplanten Kosten, später noch kleinere Korrekturen vornehmen zu können, werden im Bereich zwischen Motor und Eingang, Zahnriemen verwendet. Ich habe dafür das AT-5 Profil gewählt. Auf Kettentrieb habe ich bewußt verzichtet.

Die Motoren werden, wie schon erwähnt, Außenläufer sein.
Zum Lenken verwende ich einen Robbe Roxxy 6362-10.
Der Antriebsmotor ist ein Robbe Roxxy 5055-08.

Eine Übersicht der unbearbeiteten Einzelteile (ohne Wellen, Lager etc.)
Links unten ist eine nur für dieses Getriebe angeschaffte Räumnadel zu sehen.
Wenn ich die anderen Berichte so sehe, muss ich glaube ich nicht extra darauf eingehen, was das ist ;)



Die unbearbeiteten Platten.
Es sind die Teile für den Rahmen, Zwischenstege, Deckel und Vorbau.
Die Fertigung erfolgte durch Laserschneiden.
Lediglich die Durchgangslöcher für Schrauben sind in diesem Schritt mit gefertigt worden.
Alles andere wird gefräst/gebohrt.




Gruß, Andreas
  
21.10.2012, 11:24 Uhr
chris_at besucht im Moment nicht das Board.chris_at eine private Nachricht schreibenchris_at
[Moderator]



Hallo,

das sieht jetzt aber mächtig stabil aus :rotate: :rotate:

Ich gehöre ab jetzt sicherlich zu Deinen Baubericht- Lesern ;D

Weiter so!



--
Gruss

Chris


www.Kanonenjagdpanzer.com

-----------------------------------------
Mitglied der RAG/ IG Militärmodellbau
  
21.10.2012, 15:16 Uhr
panzerpabst besucht im Moment nicht das Board.panzerpabst eine private Nachricht schreibenpanzerpabst


Hallo,

na nun hast du aber ordentlich Material angeschafft ... hast du eine Skizze oder einen Plan vom Getriebe? Sieht ja stark nach Planetengetriebe aus.
Womit willst du denn die Räumnadel durch die Bohrungen bekommen - hast du eine Presse?

Schön, dass es auch noch andere Langläuferprojekte gibt :rolleyes: ...
--
Grüße aus Leipzig
Matthias

www.boorad.de
  
21.10.2012, 17:27 Uhr
Radfahrer besucht im Moment nicht das Board.Radfahrer eine private Nachricht schreibenRadfahrer


Hallo Meckie!

Ja, so gehts fast immer. Klein Anfangen, und dann sehen: Es wird doch ein langes, teures Großprojekt draus. ;( ... aber dann durch zu halten, das ist doch die Auszeichnung für einen ernsthaften Modellbauer!
Das wird schon. Material sieht gut aus. Und ein Brushless-Überlagerungsgetriebe, sowas haben wir glaube ich auch noch nicht. Viel Erfolg!


--
Isch ´abe ga´ keine Fahrrad!

Olaf (der Radfahrer)
  
21.10.2012, 20:32 Uhr
MechMac besucht im Moment nicht das Board.MechMac eine private Nachricht schreibenMechMac
Hallo,

@Matthias
es ist ein Planetengetriebe. Nur das sowohl das Hohlrad als auch das Sonnenrad als Eingang verwendet werden können. Für die Räumnadeln habe ich mir extra eine Presse gekauft.
Hier eine grobe Skizze von dem Getriebe:


@Olaf
Ja das trifft für den ersten Teil voll und ganz zu. Aber ab der Stahlwanne habe ich das weitere Projekt via CAD geplant. Böse Überraschungen gab es zu viele. Besonders das Getriebe ist einfach zu teuer um da etwas dem Zufall zu überlassen.
Und auch da liegst Du richtig: Es haben viele Leute (Nicht-Modellbauer) gesagt das ich es sein lassen soll, insbesondere vor dem Bau des Getriebes. Es wäre die Sache nicht Wert ein funktionsfähiges Modell derart umzubauen, denn dieser Schritt ist nicht ohne Weiteres rückgängig zu machen. Aber ich stelle immer wieder fest das ich fast schon lieber baue, als meine Modelle zu bewegen.



Die Bearbeitung im Detail.
Alle Platten müssen an den aufliegenden Stirnflächen abgefräst werden, da der Laserschnitt eine sehr große Rauhtiefe aufweist.



Nach etwas Geduld ein erster Testaufbau. Aufgrund der großen Wandstärke kann man die Platten schön miteinander verschrauben, ohne das man zusätzliche Winkel oder Tragprofile für die Gewinde benötigt.


Nach noch mehr Geduld der Hauptrahmen.


Zu diesem Zeitpunkt fehlen noch alle Lagersitze. Hätte man eine CNC-Fräse,
so würde man nun müde lächeln.
Da ich mir nur eine konventionelle Maschine leisten kann, habe ich eher weniger zu lachen.
Es gibt nur zwei Möglichkeiten. Bohren, oder Reiben. Ausdrehköpfe gibt es für diese Lochgröße nämlich nicht wirklich.
Ich habe mich für folgende Methode entschieden, da ich damit gute Erfahrungen gemacht habe.
Für Sacklöcher kaufe ich Sonderbohrer und für Durchgangslöcher eine verstellbare Reibahle.
Kleiner Tipp für Sparer: Nehmt nicht die günstigen Reibahlen, die kann man direkt nach dem Auspacken in den Mülleimer werfen und sich anschließend gutes Werkzeug kaufen.
Auf die "Passungen mit HSS-Bohrern herstellen" Methode gehe ich später ein.

Als nächstes werde ich über die Fertigung des "Innenlebens" berichten. Spezielles Augenmerk auf das Planetengetriebe.

Gruß, Andreas
  
21.10.2012, 21:26 Uhr
amy besucht im Moment nicht das Board.amy eine private Nachricht schreibenamy


Hallo Andreas
ich finde dein Bericht sehr interesant und würde an deiner stelle nicht diesen Baubericht an Hand der anzahl von Kommentaren abhängig machen. Mann sieht das du ein leidenschaftlicher Bastler und tüftler bist das gefällt mir.Auch wenn nicht alles genau originalkgerteu ist wirkt alles sehr robust und funktionell .Leider funlktioniert der link zum Vidio nicht hast du vielleicht ein neues Vidio gedreht würde mich mal interessieren.Chris wenn das mal so einfach wäre immer sofort das richtige Material zu kaufen . Gerade wenn mann vorher noch nie so ein Modell gemacht geht das nicht so einfach ich weiß das aus eigener Erfgahrung ich habe selber für meinen M1 maßstab 1:7 viel Lehrgeld zahlen müßen aber was sollst dafür gibt es ja dieses Forum um Erfahrungen auszutauschen. Deshalb Andreas weiter schreiben egal wieviel Kommentare du erhältst.
Gruße aus Solingen Zoran
  
23.10.2012, 20:32 Uhr
MechMac besucht im Moment nicht das Board.MechMac eine private Nachricht schreibenMechMac
@Zoran
Freut mich wenn Dir der Baubericht gefällt.
Es gibt noch ein Video von einer Testfahrt.
Youtube-Link
Dort ist das Modell jedoch nicht auf dem neuesten Stand.
Neuer (nicht vollständiger) Turm, alter Antrieb.






Für die Lagerung der Planetenräder eignen sich Nadelhülsen, da sie im Vergleich zu Nadellagern, nochmals kleinere Einbaubohrungen benötigen. Da die Welle, auf der das Lager läuft, gehärtet sein muss, verwende ich Zylinderstifte. Die geringfügig abweichende Passung ist hier nicht so tragisch. Etwas schwieriger wird es bei der Bohrung für die Hülse. Diese muss recht genau eingehalten werden, da das Lager sich beim einpressen leicht zusammendrücken soll.
Ich habe dazu mit diversen 8mm Bohrern Testbohrungen getätigt um einen zu finden, welcher das Maß einhält. Da der Bohrer dazu genau geführt werden muss, habe ich den Bohrer mit einer Spannzange aufgenommen und die Bohrungen auf der Fräsmaschine gefertigt.


Der innere Teil des Planetengetriebes.
Die Planetenräder mit den eingepressten Stiften, sowie das noch nicht genutete Sonnenrad.
Ich habe, zur besseren Führung, immer zwei Nadelhülsen hintereinander montiert.



Auf der Welle ist die Kombination aus Sonnenrad und Abtriebszahnrad montiert.
Daneben das Hohlrad mit Antriebszahnrad für den "Lenkkanal"



Die montierte Baugruppe


Gruß, Andreas
  
24.10.2012, 02:13 Uhr
Oldchap besucht im Moment nicht das Board.Oldchap eine private Nachricht schreibenOldchap


Noch ein kleiner Hinweis zu den Brushless-Motoren: Flugmodellmotoren sind von den Herstellern auf Kurzläufe von ca. 5 Minuten am Stück ausgelegt, denn viel länger halten die Flugakkus praktischerweise sowieso nicht durch. Meist stellt sie der Pilot noch früher ab, wenn die Dienstgipfelhöhe des Motorseglers erreicht ist. Die Motoren haben also gar keine Zeit, so richtig warm zu werden. Daher sind sie für die abgegebene Leistung auch vergleichsweise winzig klein! Wie sonst wäre es möglich, 15 kW Antriebsleistung (!!!) in die Spinnerkappe eines Flugmodells hinein zu bekommen? (Für Nichtflieger: der Spinner ist das spitze Ding vor dem Propeller).

Beim Dauerlauf im geschlossenen Panzerkasten können solche Motoren mit der Zeit aber ganz schön heiß werden und sollten gekühlt werden. Das macht den Einsatz komplizierter. Außerdem haben Brushless-Motoren eine unangenehme Eigenschaft (zumindest wenn sie auch noch sensorless sind): es ist nicht vorherzusagen, in welche Richtung sie anlaufen. Der Regler merkt das zwar sehr schnell (= nach wenigen Winkelgraden) und steuert sofort um, aber das gibt gerade bei starken Motoren einen erkennbaren Ruck. Wenn dann noch der Steuermann etwas ruckartig Gas gibt, wird das Getriebe für einen Moment ganz schön belastet. So manches Modellflug-Getriebe ist da schon gestorben, weil die schwere Luftschraube nicht gleich mitkam. Daher geht man neuerdings z.T. wieder auf sensorgesteuerte BL-Motoren zurück, weil man die weicher "anlassen" kann.

Motoren für Dauerlauf sind da bei gleicher Leistung ungleich größer und schwerer (einen gängigen 15 kW-Drehstrommotor z.B. kann niemand mehr tragen), haben aber genau wegen dieser Größe eine viel größere Wärme-Abstrahlfläche. Ich weiß: das nützt wenig, wenn der Motor nicht in den Panzer paßt, aber man sollte diese Probleme kennen, sonst kommt später nur Frust auf.
--
Viele Grüße

Gerhard
  
24.10.2012, 18:07 Uhr
amy besucht im Moment nicht das Board.amy eine private Nachricht schreibenamy


Hallo Andreas
ich habe mir mal dein Video angeguckt.Dein Panzer ist ja sehr beweglich im Gelände nur die Federung ist glaube ich zu hart sind das noch die Stoßdämpfer oder schon die Federstab Federung? Ich habe bei meinem Panzer das problem bei sehr unebenen Gelände laüft mir die Kette beim Wenden vom Antriebsrad hinten ab. Ich werde wohl mein ganze Unterwanne neu aufbauen müßen sag mir doch bitte wie stark deine Drehstäbe sind und sind diese an beiden Enden abgewinkelt ich kenne mich damit nicht aus spiele aber mit dem Gedanken auch diese Art von Federung einzubauen weiß nur noch nicht wie und halten diese Federn ein Panzer mit ca- 80 kg aus??
gruß Zoran
  
24.10.2012, 19:41 Uhr
MechMac besucht im Moment nicht das Board.MechMac eine private Nachricht schreibenMechMac
@Oldchap
Danke für den Hinweis. Eine Lüftung habe ich im Hinterkopf. Momentan erwärmt sich der Antriebsmotor leicht und der Lenkmotor gar nicht. Ich bin aber noch in der Planung eines Automatik-Getriebes um den Motor etwas zu entlasten.


@Zoran
in dem Video sind schon die Drehstäbe verbaut. Sie sind für ein höheres Gewicht ausgelegt.
Zum Zeitpunkt des Videos war der Panzer ja noch nicht fertig.
Ich hatte damals eher die Belastung durch Torsion ins Augenmerk gerückt.
Hatte es auch berechnet. Vielleicht hilft es Dir ja:

Mit abspringenden Ketten habe ich keine Last, da die Eingriffstiefe des Kettenrades und der Umschlingungswinkel der Kette einfach zu groß sind.
Ob die Drehstäbe dein Modell tragen, kann ich Dir nicht sagen. Mein Panzer wiegt momentan etwa 50 Kg, und er könnte von den Drehstäben her noch etwas schwerer sein.
Das hängt natürlich auch von der Schwingenlänge ab, welche Kraft auf den einzelnen Stab wirkt. Je länger die Schwinge ist, desto größer der Hebelarm und desto größer ist die Kraft die den Stab auf Torsion beansprucht.
Beide Enden des Stabes sind bei mir abgewinkelt (ist aber auch in den Bildern oben zu sehen).


Gruß, Andreas
  
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