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Thema: Wannenkonstruktion 1:10 |
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10.06.2009, 15:27 Uhr
 mesosce
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Hallo miteinander,
ich hab mal eine Frage zum Eigenbau einer Wanne in 1:10. Ich bin neugierig auf alle möglichen Meinungen und Gegenmeinungen als Anregung. Es gibt mehrere Möglichkeiten der Schwingenlagerung, mir geht es um zwei Varianten:
1: wie meist üblich geht die Wanne bis zur Unterkante, d.h. sie stellt gleichzeitig den Unterboden dar. Die Lagerung ist im Inneren, hier soll angenommen werden, rechts/links je eine Leiste, die Lager und Gegenbefestigung der Torsionsfedern enthält. Gegenbefestigung per Klemme oder Vielzahn. Beim Einstellen der Federn muß der Panzer geöffnet und evtl sogar teilweise ausgeräumt werden. Wanne ist aber ein einfaches U_Teil.
2. Die Wanne endet oberhalb der Lagerleisten, diese sind unten am Wannenboden befestigt. Lagerung, Drehstäbe und Gegenlager sind außerhalb der Wanne. Ein (dünner) Deckel nach unten stellt den Wannenboden dar. Einstellung der Federn von unten ohne Öffnen des Panzers, Dichtung fast nicht nötig, Es geht aber Innenraum verloren und die Konstruktion wird aufwendiger.
Was meint ihr zu beiden Varianten? Wer hat die 2. mal realisiert? Gibt es Erfahrungen?
Ich würde mich über viele, auch kontroverse Meinungen freuen.
Schon mal vielen Dank vorab.
Grüße Peter
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10.06.2009, 16:22 Uhr
 halbkette

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Hallo Peter,
ein interessanter 2. Vorschlag.
Wenn ich das recht verstehe, ist der erste Vorschlag genau das, was generell Standard ist.(?)
Die zweite Lösung hat m.E. doch ein Abdichtungs-Problem - auf die Länge der Nahtstellen gesehen: feiner Staub und Feuchtigkeit finden ihren Weg..
Allerdings ist der Vorteil der leichten Torsionsfederwartung/-einstellung unbestreitbar.
Bleibt nur die Frage, ob das die optischen und mechanischen/dichtungsmäßigen Nachteile aufwiegt.
Wie oft muß man denn die Federn justieren ??
Ich denke ein/zweimal im Leben eines Modell-Panzers, oder?
Dafür gibt man doch nicht die durchgehend geschlossene Wannenform auf und schmälert durch das innere Bodenblech noch den Einbauplatz.
-- Gruß Hartmut
" Ein Modell ist mehr als nur die Summe seiner Teile "
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10.06.2009, 17:16 Uhr
 Grauer-Baron

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Hallo Peter und alle Anderen,
also so verwegen ist der Vorschlag eigentlich garnicht.... Ich meine, man hat in der Regel eh einen zweiten Boden im Modell, zumindest bei Ausführung mit Torisonsfederung, auf dem dann Akku, Elektronik, etc stehen bzw. befestigt sind.
Aber es kommt hauptsächlich auf die Wannenform drauf an, eine "einfache" Kastenform wie z.B. bei WW2 Modellen im Gegensatz zur verwinkelten Wanne eines Leopards 2.
Dicht bekommt das auch, mit Silikonfett zum Beispiel...
Aber Hartmut hat auch recht, wie oft kommt es vor das man hier was machen muss? Bei den vielen verschieden Arten der Gegenhalterung gibts bestimmt genauso viele Möglichkeiten die entsprechenenden Schrauben z.B. bei einer Klemmhalterung nach unten zusetzen, ein paar kleine Löcher in den Boden und man kann super von unten mit einem Inbusschlüssel nachjustieren...
Also ich bin der Meinung, das es keine schlechte Idee ist, aber es auch genug Möglichkeiten gibt, hier eine von außen und unauffällige Variante zu realisieren. Wie gesagt es kommt auch auf die Wannenform an.
@Peter: einfach mal ne Stunde überlegen und dir wird bestimmt auch was anderes Einfallen... Erzähl doch mal, was deine Planung ist, dann kann man dir bestimmt auch noch konkrete Vorschläge machen!
Viele Grüße Florian
-- Griesgrämig plagt sich nur der Tor- der Tigermann lernt mit Humor!
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11.06.2009, 07:21 Uhr
 mesosce
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Hallo miteinander,
die Wanne ist für einen T-90, sie müßte unten ca. 25mm abgeschrägt sein, nur die Lagerböcke stehen vor, weil sie bis runter senkrecht sind. Die Achsen der Schwingachsenlagerungen liegt nur knapp über den Wannenboden.
-Zur Abdichtung: die müßte bei V2 sogar günstiger sein, da die eigentliche Wanne nun total dicht ist und der Teil mit den Lagern selbst im Wasser keinen Druckunterschied hat. Da müßte eine einfache Silikon- oder Fettdichtung für die Platte reichen. Die Lager sind selbstdichtend, bzw mit Dichtringen versehen.
-Optisch müßte die zweite Version sogar günstiger sein, weil ich diese 45/90-Grad-Abwechselung relativ einfach in die Leisten fräsen kann. Bei durchgehender Wanne müßte ich die 4mal je 45Grad abkanten und die Stellen mit den Lagerböcken ausfräsen und diese dann dort einkleben.
-Auch habe ich davor Bammel, daß ich die Wanne mehrmals ausräumen muß, wenn ich die Federung einstellen will, denn die Einstellelemente liegen bei V1 ja total im "Keller". Dabei von unten einstellen geht dann nur mit Klemmbefestigung und z.B. mit Imbus auf der Außenseite zum Verdrehen.
Und da ich das Endgewicht und das Fahrverhalten nicht kenne, müßte ich wahrscheinlich mit der Federung ziemlich viel probieren.
-Der Verlust von Innenraum ist das für mich das stärkste Argument gegen V2( die Wanne ist nur ca. 91mm hoch.
Das sind so meine Gedanken, beide Varianten haben Vor- und Nachteile.
Grüße Peter
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11.06.2009, 11:32 Uhr
 Robert
BW-Meister [Administrator]

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Hallo Peter,
die Version 2, mit den unter dem Wannenboden liegenden Drehstäben, hatte ich auch schon mal ins Auge gefasst.
Technisch gesehen spielt es für ein Modell keine Rolle, ob die Drehstäbe über oder unter der Bodenplatte befestigt sind. Unter der Bodenplatte hat es den Vorteil, daß die einzige Öffnung in der Wanne die Antriebswellen des Zahnkranzes sind. Somit kann man die Unterwanne bis hin zur Oberwanne relativ wasserdicht bekommen.
Der Nachteil dabei ist jedoch, daß man für Arbeiten an den Drehstäben und Schwingarmlagern, das Modell auf die Seite, oder sogar auf den Kopf drehen muß. Dies kann feine Details an der Oberwanne beschädigen, auf jeden Fall aber auch den Lack zerkratzen.
Meine Erfahrung mit Panzermodellen zeigt, daß man sobald das Modell einmal vernünftig aufgebaut ist, im Normalfall eher selten an die Schwingarmlager und Drehstabfedern ran muß. Das Einzige was ich mir Vorstellen kann ist, daß man mal die Federspannung neu einstellen muß. Dazu reicht es aber auch, wenn im inneren des Modells die Klemmschrauben für die Gegenlager der Drehstabfedern gut zugänglich sind.
Gruß Robert
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Beitrag 1 mal editiert. Zuletzt editiert von Robert am 11.06.2009 11:38. |
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11.06.2009, 13:24 Uhr
 HARRY

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Hallo Peter...
...91 mm,da hast Du aber was vorgenommen!! Manche Bleiakkus sind ja schon über 90 mm stark.
Aber man kann schießlich auch Nc oder Lipos verwenden,die bekanntlich ja sehr flach sind,nur wird es dann mit der Anzahl an Akkus wieder der Platz grätschig! Naja,Du wirst ne Lösung finden.
Übrigens,meine Leowanne habe ich mit normalen U-Profilen für die Federung versehen,die am Ende mit einer Formfeder versehen wird.Bilder in meinem Forum!
Als Variante hatte ich mir gedacht,entweder eine Komponentenplatte einzusetzen,die man durch Flügelmuttern sichert(kann man dann alle Komponenten samt Akku aus der Wanne heben,damit man an die Drehstäbe und dem Fahrwerk ran kommt) ,oder ohne Platte,dadurch habe ich wieder 20mm bis zum Boden hin eingespart,weil meine Platte auf dem U-Profil zu liegen hätte.
Mfg Harry -- http://panzomanie.isthier.de
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13.06.2009, 13:32 Uhr
 mesosce
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Hallo miteinander,
noch mal danke für die Anregungen, ich werde im Urlaub mal ein bischen weiter darüber nachdenken. Aber wahrscheinlich läuft es mehr auf eine Geschmacks- als auf eine Technikentscheidung hinaus.
Grüße Peter
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