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      Frage zu Endstörkondensator am Motor
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Thema: Frage zu Endstörkondensator am Motor

[ - Antworten - ]
Seiten: [1] 
14.05.2009, 09:01 Uhr
mb1123 besucht im Moment nicht das Board.mb1123 eine private Nachricht schreibenmb1123


Hallo und Guten Morgen,

habe da mal eine Frage zum Endstörkondensator am Motor.

Ist dies richtig angelötet (s. Bild) oder muß man nur 1 Endstörkondensator zwischen Plus + Minus löten??(

Der Motor hat 12V. Auf den Endstörkondensatoren steht 473.
Auf der Endstörkondensatoren-Verpackung (Graupner 3584) steht :47 nF/30V

Oder was für welche muß ich nehmen??(




Für eine Info wäre ich Euch dankbar.

Gruß
Michael
  
14.05.2009, 11:22 Uhr
Schrauber besucht im Moment nicht das Board.Schrauber eine private Nachricht schreibenSchrauber
Schrauber-Familie

[Moderator]



Hi Michael,


meines Wissens ist das falsch und du brauchst drei von den Kondensatoren, habe aber leider kei Bild gefunden wie sie angelötet werden.

Gruß Axel
  
14.05.2009, 12:00 Uhr
 Account deaktiviert. Haegglunds
Hallo zusammen,

vielleicht hilft das euch.

Entstören Bürstenmotor


Gruss
--
Immer locker aus der Hüfte

Foto`s in der Usergalerie.
  
14.05.2009, 18:42 Uhr
scenic99 besucht im Moment nicht das Board.scenic99 eine private Nachricht schreibenscenic99
Bob der Baumeister



Hi Michael,

hier auch noch ein Tip bzw. eine Hilfe
--
kristen@freenet.de

http://www.dirkkristen.de


  
14.05.2009, 19:18 Uhr
Robert besucht im Moment nicht das Board.Robert eine private Nachricht schreibenRobert
BW-Meister

[Administrator]



Hallo Michael,

ein Entstörfilter direkt am Motor dient dazu, Störimpulse die durch Funkenflug an den Motorkohlen entstehen, nicht in die Motor-Anschlußkabel gelangen zu lassen. Falls dies doch passiert, wirken die Motor-Anschlußkabel wie kleine Sendeantennen und stören dadurch den Empfänger ganz massiv.

Um diese Störimpulse zu blocken, gibt es unterschiedliche Varianten von Entstörfiltern, die je nach Konstruktion mehr oder weniger wirksam sind. Hier nach ihrem Wirkungsgrad sortiert (schlechteste Entstörwirkung oben):

1.) Die einfachste, aber auch schlechteste Methode ist ein einzelner Folien- oder Keramik-Kondensator zwischen den beiden Motoranschlüssen.

2.) Die nächste Möglichkeit ist, wie auf deinem Foto, zwei Folien- oder Keramik-Kondensatoren jeweils von den Motoranschlüssen zum Motorgehäuse.

3.) Eine weitere Verbesserung erzielt man, wenn man 1. und 2. miteinander kombiniert. Dies ist auch der Standard-Entstörfilter der am meisten Verwendung findet.

4.) Ich persönlich bevorzuge eine Variante, bei der die Version 3. noch mit zwei Spulen ergänzt wird. Dieser Entstörfilter hat nochmal einen höheren Wirkungsgrad wie Variante 3.


Gruß Robert


      Beitrag 3 mal editiert. Zuletzt editiert von Robert am 14.05.2009 19:25.
14.05.2009, 21:22 Uhr
Hammerhead besucht im Moment nicht das Board.Hammerhead eine private Nachricht schreibenHammerhead


Moin zusammen...

Prinzipiell gilt hier:
je höher der Motorstrom, desto mehr stört auch das Bürstenfeuer. Motoren, die mit Überlast (zu wenig Leistung für zu viel Modellgewicht) kämpfen, "saugen" viel Strom, produzieren damit auch mehr, bzw. intensiveres Bürstenfeuer und stören damit mehr.
Man könnte es fast mit einem Gewitter vergleichen: Je mehr Energie (Leistung) im System steckt, desto spektakulärer fallen die Blitze (Bürstenfeuer und damit auch Feldstörungen) aus...

Ich habs bei meinem Tammi-Köti (Überlast durch diverse "Features" wie zb. schwere Metallkette) erst mal mit einem Reduziergetriebe (3:1 und das Kätzchen schnurrt wie das Original!) gelöst und dann alle deutlich reduzierten Störungen (erst bei steilen Anstiegen und großen Distanzen) mit der oben erwähnten Kondensator-Methode eliminiert. :O


Fazit: Sind die Motoren deines Modells ausreichend auf die Belastung dimensioniert? Mehrbelastung in schwerem Gelände nicht vergessen!
Wenn nein, entweder mechanische Untersetzung oder stärkerer Motor!
Wenn ja, dann entstören wie oben bereits ausreichend erklärt...

MfG:Michael ausm Pinzgau...
      Beitrag 1 mal editiert. Zuletzt editiert von Hammerhead am 14.05.2009 21:33.
18.05.2009, 04:52 Uhr
mb1123 besucht im Moment nicht das Board.mb1123 eine private Nachricht schreibenmb1123


Guten Morgen,

vielen Dank für die hilfreichen Info´s!


Gruß
Michael
  
18.05.2009, 10:53 Uhr
Robert besucht im Moment nicht das Board.Robert eine private Nachricht schreibenRobert
BW-Meister

[Administrator]



Hallo Michael,

noch ein Tipp, weil einem Kollegen das gerade passiert ist ...

Undbedingt darauf achten, daß die Beinchen der Kondensatoren an der Seite, wo sie an den Motoranschüssen angelötet sind, nicht das Motorgehäuse oder die Metallwanne berühren können !!!

Wenn man die Beinchen später aus versehen verbiegt, können sie das Motorgehäuse oder die Metallwanne berühren und einen Kurzschuß auslösen. Dies zerstört in der Regel den Fahrtregler !!!

Am besten direkt Isolierschläuche drüberstecken, oder ein Stück Kunststoff darunter kleben, sodaß sowas auch in Zukunft nicht passieren kann !


Gruß Robert
      Beitrag 3 mal editiert. Zuletzt editiert von Robert am 18.05.2009 11:01.
23.05.2009, 18:54 Uhr
Hammerhead besucht im Moment nicht das Board.Hammerhead eine private Nachricht schreibenHammerhead


quote:
Original von Robert:
Undbedingt darauf achten, daß die Beinchen der Kondensatoren an der Seite, wo sie an den Motoranschüssen angelötet sind, nicht das Motorgehäuse oder die Metallwanne berühren können !!!



Kleiner Tipp in dem Zusammenhang:
Besser vor Inbetriebnahme erst mitm Ohmmeter checken, ob auch wirklich kein "Kurzer" vorliegt.
Ein logisches Messergebnis wäre entweder sofort "Unendlicher Widerstand" (bei den meisten Multimetern heute einfach "OL"), etwa wenn nur mit einem Kondensator zwischen Plus und Minus entstört wurde;
oder ein sich aufladender Kodensator, also ein steigender Wiederstand, der am Ende gegen Unendlich bewegt, also , wenn man noch zwei kleiner Kondensatoren gegen das Motorgehäuse mitverbaut hat.

Gruß vom Michael:hasi: ausm Pinzgau
  
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