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Thema: Probleme mit Kurvenfahren Leo2 |
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24.12.2008, 09:53 Uhr
 cknorr

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Hallo zusammen
mein Name ist Christian komme aus Freising und baue schon länger an einen Leo2A4 in 1:8,Gewicht ca.70Kg .
Im Leo sind zwei Lüftermotore mit Stirnradgetriebe Übersetzung 1:7 verbaut. Die Verbindung zur Antriebswelle ist mit Kette und 1:2,11 untersetzt. Ausserdem sind zwei Regler über V-Mixer zur Steuerung eingebaut.
Die Kraft ist ausreichen und das Drehen auf der Stelle funktioniert gut. Nur das gleichmäßige Kurvenfahren wie das Original auch kann funktioniert nicht .Wenn man den Kreuzknüppel zB. nach links bewegt, fährt der Panzer trotzdem geradeaus.Ich Denke das die eine Kette von der anderen mitgenommen wird und die Bremswirkung durch das Getriebe oder Motor nicht ausreicht.Gibt es eine einfache möglichkeit die Bremswirkung der Getriebe...zu erhöhen?
Für jede hilfe wäre ich sehr dankbar
Mfg.Christian
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24.12.2008, 10:23 Uhr
 TOM
MAN Kippa Määähn

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Hallo Christian
Erstmal frohe Weihnachten
Ich denke es liegt an der sehr kurzen Untersetzung, da nimmt die eine Kette die andere einfach mit. Die Lüftermotoren sind sehr leichgängig und setzen in stromlosen Zustand wenig Widerstand entgegen, beim Kurvenfahren ist das nicht besser. Hier hilft nur eine andere Untersetzung die deutlich höher ist. Da können es dann auch Motoren sein, die etwas kleiner und schwächer sind.
1:14 ist definitiv zu kurz untersetzt, ich würde Dir zumindest 1:25 empfehlen, besser 1:35 oder höher.
TOM
-- AFV-MODEL GmbH
Scalemodels & Spareparts
http://www.afv-model.com
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24.12.2008, 10:43 Uhr
 cknorr

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Hallo Tom
Danke für die schnelle Antwort.Ich wünsche dir und allen anderen auch ein "Frohes Fest" und einen guten "Rutsch" ins neue Jahr.
Das mit der Getriebeuntersetzung auf 1:35 leuchtet mir ein, bringt auch mehr Kraft. Aber mit der
Endgeschwindigkeit komme ich damit nicht mehr ganz hin. Ein Schneckengetriebe wäre auch noch Denkbar, die haben eine gewisse Selbsthemmung.
Grüße Christian
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24.12.2008, 15:45 Uhr
 Robert
BW-Meister [Administrator]

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Hallo Christian,
ja, das Panzer beim Kurverfahren die innere Kettenseite mitschieben, ist ein allgemeines Problem bei Großmodellen.
Ich habe ähnliche Erfahrungen selbst mit einem Überlagerungs-Lenkgetriebe in einem M113 Maßstab 1/8 gemacht.
Die Ursache liegt darin, daß für Großmodelle in der Regel sehr langsam laufende Industrie-Motoren verwendet werden, die zudem noch in stromlosen Zustand sehr wenig Haltemoment haben. Die kurze kugelgelagerte Getriebe-Übersetzung und die sehr leichtgängigen kugelgelagerten Laufrollen im Laufwerk führen dann insgesamt zu einem erstaunlich niedrigem Rollwiederstand des gesamten Kettenantriebs.
Die Folge davon ist, daß die eine Kettenseite von der anderen Kettenseite mitgeschoben wird, und der Panzer, statt einer Kurve, einfach weiter geradeaus fährt.
Abhilfe kann man nur schaffen, wenn man den Rollwiederstand (Haltemoment) des gesamten Kettenantriebes erhöht.
1.) Laufrollen statt Kugellager Gleitlager mit höherem Rollwiederstand verwenden (= schlechte Lösung)
2.) Getriebe-Übersetzung oder Getriebe-Konstruktion ändern
3.) Andere Motoren mit größerem Haltemoment (im stromlosen Zustand) verwenden
4.) Eine Kettenseite beim Kurvenfahren aktiv mechanisch abbremsen (= sehr aufwendige Lösung)
5.) Andere Fahrtregler verwenden, die den Motor dynamisch elektrisch abbremsen, und damit eine primitive Drehzahlregelung realisieren. (= beste Lösung)
Gruß Robert
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Beitrag 2 mal editiert. Zuletzt editiert von Robert am 24.12.2008 15:50. |
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24.12.2008, 15:54 Uhr
 mesosce
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Hallo Christian,
versuche doch mal, falls deine Fahrregler das können, die Bremsfunktion mit zu nutzen. Ist nicht die optimale Lösung, hilft aber evtl..
Grüße Peter
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24.12.2008, 16:48 Uhr
 cknorr

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Hallo an alle
Danke für eure Hilfe und Vorschläge.
Als Regler habe die etwas älteren Maxi600 von Robbe drin .Die haben in Neutralstellung eine Bremse.
Die funktioniert auch.Damit kann ich eine Kette komplett bremsen aber ein verzögern einer einzelnen Kette ist nicht möglich.Die schnelle Kette nimmt immer die langsame Kette mit.
Meine Laufrollen sind mit Gleitlager ausgerüstet, Der ganze Antriebsstrang läuft eigentlich leicht.
Robert:Gibt es Regler die die Geschwindigkeit der Motoren regelt bzw.verzögert (dynamisch abbremst)und eine Mitnahme durch die andere Kettenseite verhindert.
Viele Grüße Christian
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24.12.2008, 18:03 Uhr
 Robert
BW-Meister [Administrator]

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Hallo Christian,
es gibt neuere Fahrtregler, die eine "übergangslose EMK-Bremse" haben. Diese EMK-Bremse funktioniert nicht nur in der Neutralstellung des Fahrtreglers, sondern übergangslos über den gesamten Stellbereich.
Siehe auch -> http://www.servonaut.de/Technik/technik.html
Servonaut hat auch einen speziellen Fahrtregler für Kettenmodelle, der auch wirklich gut ist. Nachteil ist aber, daß dieser Fahrtregler nur 20 A pro Motor abgeben kann.
Siehe -> http://www.servonaut.de/Produkte/Regler/M220/m220.html
Dies reicht meist nur für 1/16 und 1/10 Modelle. Da mußt du mal bei deinen Motoren schauen, ob das noch passt. Ob Servonaut jetzt auch passende Fahrtregler für Ketten-Großmodelle mit mehr als 20 A hat, weis ich nicht.
Es gibt sicherlich auch andere Hersteller, die solche Fahrtregler anbieten. Mußte halt mal im Internet nach suchen.
Such mal bei Google nach "übergangslose EMK-Bremse"
Gruß Robert
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Beitrag 2 mal editiert. Zuletzt editiert von Robert am 24.12.2008 18:22. |
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24.12.2008, 22:44 Uhr
 KG8491
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HUHU © G.K. Christian
Genau das selbe macht mein 1:6 Stuart. Die einfachste, wenn auch vieleicht nicht beste, ist dem Mischer rauswerfen und mit 2 Knüppeln fahren. So fährst du jede Kette wie du es willst und kannst eine Seite entsprechned einbremsen um die Bewegung einzuleiten. Kostet nix und sollte zumindest zum probieren funktionieren.
Gruß
Gerfried
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25.12.2008, 07:55 Uhr
 Stein97440

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Hallo Christian,
die Probleme hatte ich auch immer, dass
- beim Kurvenfahren die langsamer laufende Kette mitgenommen wurde
- beim Anhalten an Steigungen der Panzer rückwärts gerollt ist
Hab jetzt in meinem Marder 1:10 zwei Schneckengetriebe drin und bin vom Fahrverhalten bis jetzt sehr zufrieden.
Kannst ja mal unter Bauberichte "SPZ Marder 1 A5 Maßstab 1:10" schauen, vielleicht hilft Dir ja die Lösung weiter.
Allerdings weiss ich nicht, ob die Lösung auch für 70kg geht.
Viele Grüsse
Reiner
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25.01.2009, 10:00 Uhr
 cknorr

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Hallo zusammen
habe mir mal den Doppelregler von SGS besorgt und probiert.Das Fahren an sich, geht recht feinfühlig aber das Kurvenfahren nur mit vollgas und in einen sehr großen Bogen.Der Servonaut Regler mit EMK-Bremse hört sich interessant an aber leider etwas zu schwach für meine Motoren .Ich bräuchte für meine Motoren 24 Volt und max. 30A.Weis jemand ob es einen Regler mit übergangsloser EMK-Bremse mit den Werten gibt?
Ciao
Christian
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30.01.2009, 19:18 Uhr
 TRISI
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Hallo Christian,
eine EMK-Bremse ist leider nur wirksam, wenn der Motor als Generator arbeitet (das tut er, wenn er "mitgezogen" wird) und eine Last hat, im konkreten Fall durch den Fahrtregler kurzgeschlossen wird.
Mein Fahrtregler für Kettenfahrzeuge FR122 hat eine solche "EMK-Lenkbremse", welche aber nur wirksam werden kann, wenn der jeweilige Kettenmotor durch den Lenkeinschlag ganz ausgeschaltet wird und der Knüppel weiter ausgelenkt wird (quasi den Lenkeinschlag vergrößern). Damit ist es möglich, einen Motor in gewissen Grenzen einzubremsen. Eine "weiche Kurvenfahrt" ist damit jedoch auch nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Da spielen sehr viele Faktoren mit, welche in den vorangehenden Freds schon erläutert wurden, im besonderen eine gute Lagerung (da wäre es besser, man hätte Sand im Getriebe........).
Elektronisch ist dieses Problem in einem Fahrtregler mit vertretbarem Aufwand NICHT zu lösen, entweder wird der Motor angetrieben oder gebremst.
Das Problem des "Mitziehens einer Kette" ist AUSSCHLIESSLICH durch eine "mechanische Zwangslenkung" mit einem Lenk- u. Überlagerungsgetriebe einwandfrei lösbar!!!
Mein FR122 beherrscht alle 3 möglichen Ansteuerungen von Antrieben:
A) Mit 2 getrennten Motoren alle Fahrbewegungen über 1 Kreuzknüppel
B) Mit 2 getrennten Motoren alle Fahrbewegungen über 2 Knüppel
C) Mit Hauptfahr- u. Lenkmotor (Lenk- u. Überlagerungsgetr.) ebenfalls alle Fahrbewegungen über 1 oder 2 Knüppel.
Und weil mechanische (Scheiben)Bremsen auch angesprochen wurden, der FR122 hat 2 Ausgänge für solche Einrichtungen (Bremsen am Hang und Lenkbremse).
Der langen Rede kurzer Sinn...............bei Interesse würde ich Dir einen FR122 zum Test zur Verfügung stellen (8-24V/30A). Schreib mir eine Mail: rammerstorfer.josef@aon.at
Gruß Josef
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30.01.2009, 21:47 Uhr
 Schrauber
Schrauber-Familie [Moderator]

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quote: Original von cknorr:
Hallo zusammen
mein Name ist Christian komme aus Freising und baue schon länger an einen Leo2A4 in 1:8,Gewicht ca.70Kg .
Im Leo sind zwei Lüftermotore mit Stirnradgetriebe Übersetzung 1:7 verbaut. Die Verbindung zur Antriebswelle ist mit Kette und 1:2,11 untersetzt. Ausserdem sind zwei Regler über V-Mixer zur Steuerung eingebaut.
Die Kraft ist ausreichen und das Drehen auf der Stelle funktioniert gut. Nur das gleichmäßige Kurvenfahren wie das Original auch kann funktioniert nicht .Wenn man den Kreuzknüppel zB. nach links bewegt, fährt der Panzer trotzdem geradeaus.Ich Denke das die eine Kette von der anderen mitgenommen wird und die Bremswirkung durch das Getriebe oder Motor nicht ausreicht.Gibt es eine einfache möglichkeit die Bremswirkung der Getriebe...zu erhöhen?
Für jede hilfe wäre ich sehr dankbar
Mfg.Christian
Hi Christian,
schau doch mal vorbei wenn du in der Nähe bist, ich sitze in Grünbach/Erding 
Gruß Axel
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31.01.2009, 15:32 Uhr
 cknorr

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Hallo Zusammen
Josef Danke für Dein Angebot.
Wie würde den das mechanische Bremsen einer Antriebsseite funktionieren ?
Kann man die Bremswirkung so einstellen, das die Kette gebremmst aber nicht blockiert wird?
Hat schon jemand Erfahrungen mit so einer Lenkbremse und zwei Antriebsmotoren?
Rein Theoretisch habe ich mir vorgestellt das pro Abtrieb eine Scheibenbremse eingebaut wird, die mit einem Servo gesteuert werden, die dann bei der Kurvenfahrt jeweils eine Kette abbremst. Beim Drehen auf der Stelle müsste die Bremsfunktion ausgeschaltet werden.
Gruß Christian

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31.01.2009, 16:25 Uhr
 halbkette

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Hallo Christian,
ich verstehe, wenn du in dieser Situation "nach jedem Strohhalm greifst". Nur bezweifele ich, dass gerade mechanische Bremsen, die ja im Modell ansich gute Dienste tun, bei deinem Problem wirklich eine praktikable Alternative sind.
Ich gebe folgendes zu bedenken:
eine Bremse wirkt bekanntlich über die Krafteinwirkung auf die Reibfläche und das geht gut, solange der Fahrer direkt entsprechend der Fahrsituation und Geschwindigkeit angemessen dosieren kann.
Bei einer Lenkbremse kann die Bremskraft, die indirekt dann den Kurvenradius bestimmt, nur zu einem bestimmten Radius und einer bestimmten Geschwindigkeit ( kin.Energie ) eingestellt werden - sie ist dann ja mit der Lenkbewegung gekoppelt.
Fährt der Fahrer beispielsweise bei einer Grundeinstellung etwas forscher in die Kurve, reicht die zum gelenkten Radius eingestellte Bremskraft nicht mehr aus: das Fahrzeug untersteuert deutlich. Anders herum: bei zu langsamer Fahrt ist die Bremswirkung dann zu stark...Übersteuerung.
Etwas milder ist die unterschiedliche Reaktion sicherlich mit steigender Masse des Modells. Also bei deinen 70kg Modellgewicht ist das wohl nicht mehr so krass.
Das ist aber noch nicht alles, was sich so rein theoretisch abzeichnet: die Bremse unterliegt einem ständigen Verschleiß und der ändert ständig die Bremswirkung bei vorgegebenem Hebelweg.
Das würde bedeuten, dass diese "Lenkhilfe" zwar funktioniert, aber nur unter ganz bestimmten Bedingungen und nur bei ständiger Wartung und Justage.
Willst du das wirklich auf dich nehmen?
( Im Grunde frage ich das auch den Matthias P. mit seinem FAMO )
Aber das ist ja nur Theorie, vielleicht solltest du wirklich mal einen Versuch mit zwei Scheibenbremsen aus dem Car-"sport" starten und hier berichten, was sich dabei so zeigt. Das würde sicher viele Mitglieder interessieren, mich natürlich auch.
-- Gruß Hartmut
" Ein Modell ist mehr als nur die Summe seiner Teile "
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