18.11.2008, 13:49 Uhr
 Bosswilli-HH

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Hallo liebe Gemeinde,
ich suche eine vernünftige Lösung für folgendes Problem:
Leo2. Laserpointer (4.5V). Turmbordnetz 12V. Schaltbar über Nauticmodul (GRAUBNER). Ich möchte einen Pointer(4,5V) mit 12V betreiben. Es soll eine einfache Lösung her, keine Spannungsregelung, zu aufwendig.
Kann man per Widerstand die diff. Spannung verbrennen?? Wenn ja: wie??
Eine weitere Frage:
Empfänger wird über BEC einen Fahrtenreglers versorgt, also ca.5V. Da die Stromeingangsbuchse des Emfängers nicht gebraucht wird, da der Strom über BEC kommt. Könnte ich mir vorstellen, das ich die benötigte Energie aus dem Empfänger entnehme.
Oder sind meine Gedanken einfach "krank" ???
Vielleicht hat einer von Euch Spezi eine Idee, und kann mir helfen.
-- Vielen Dank
mfG
Bosswilli-HH
(Rolf)
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18.11.2008, 14:12 Uhr
 Robert
BW-Meister [Administrator]

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Hallo Rolf,
eine Festspannungsregelung 5V besteht aus einem einzigen IC und kostet max. 3 EUR.
In der Luxus-Ausführung sind noch zwei Kondensatoren und ein Kühlkörper für weitere 2 EUR dabei.
Was soll daran aufwendig sein ?
Einen passenden Vorwiederstand kann man auch berechnen. Zur Berechnung benötigt man aber unbedingt den Innenwiederstand der Laser-Schaltung, das dürfte aber schwer zu ermitteln sein.
Wenn die benötigte Spannung für den Laser 4,5 V beträgt, kann man den Laser durchaus auch mit der 5V Spannung des BEC aus den Fahrtreglern versorgen. Die Spannungsdifferenz von 0,5 V macht da nicht viel aus, zumal die Laser-Elektronik vermutlich sogar einen versteckten Festspannungsregler eingebaut hat, der die Spannung direkt am Laser auf 2-3 V runterregelt.
Gruß Robert
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Beitrag 1 mal editiert. Zuletzt editiert von Robert am 18.11.2008 14:20. |
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18.11.2008, 14:18 Uhr
 Bosswilli-HH

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Hallo Robert,
hört sich eigendlich einfach an. Hast Du nähere Einzelheiten (Schaltplan) für mich. -- Vielen Dank
mfG
Bosswilli-HH
(Rolf)
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18.11.2008, 14:24 Uhr
 Robert
BW-Meister [Administrator]

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Beitrag 3 mal editiert. Zuletzt editiert von Robert am 18.11.2008 14:28. |
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18.11.2008, 14:31 Uhr
 Bosswilli-HH

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Hallo Robert,
Vielen herzlichen Dank für Deine schnelle Hilfe. Du mußt ja ein riesen Achiv besitzen. Nochmals Danke. -- Vielen Dank
mfG
Bosswilli-HH
(Rolf)
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18.11.2008, 14:36 Uhr
 Radfahrer

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Hallo Rolf!
Nein die Gedanken sind nicht krank sondern ganz okay.
Lösung Empfängerspannung:
Bei der großen Differenz der 12 V Fahrspannung zu den benötigten 4,5 V des Laserpointers ist die Idee, stattdessen den Empfängerstromkreis anzuzapfen nicht dumm.
Der "Empfängerspannungs-Bus" ist nichts anderes als die durchgeschliffenen Plus- und Minus- Leitungen aller Anschlüsse des Empfängers, incl. der Eingangsbuchse. Jeder Servo-Anschluß und auch die hier nicht benötigte Eingangsbuchse hat darüber einen Anschluß an + und - der Empfängerstromversorgung, in Deinem Fall über die BEC. Du kannst ohne weiteres diesen Saft anzapfen. Stecker für Empfängerstromversorgung gibts überall. Einer mindestens liegt ja jedem Funkanlagen-Set bei, in Form des Batteriehalters mit Schalter. Oft ist die Stromversorgungsbuchse auch nur ein Servoanschluß. Hier empfiehlt sich ein vorkonfigurierter Stecker aus dem Zubehör.
Folgende Dinge sind noch zu beachten:
A: Der abgezapfte Strom darf nicht zu groß sein, da die meisten BECs nur 1-2 Ampere liefern. Und die anderen Verbraucher, sprich Servos und der Empfänger sowie weitere Module benötigen auch Strom. Schimmstenfalls fiele bei Überlast der Empfänger aus. Alternativ kann man die abgeklemmten BECs von Zweit- oder Drittfahrtreglern hernehmen. Meist hat man zwei Fahrtregler für den Antrieb und einen für Turmdrehung und vielleicht noch einen für Rohrelevation. Die meisten Regler haben BEC die dann abgeklemmt werden muß - prima Extra-Stromquellen für alle möglichen Zwecke ...
B: Manche BECs liefern 6V statt 5 V. Manche 4,8 V. Insofern solltest Du das sicherheitshalber messen. 4,8-5V statt 4,5 sollte grad noch gehen. Bei 6V empfiehlt sich ein Vorwiderstand, siehe unten.
Zum Direktanschluß an die Bordspannung:
Wenn der 4,5 Volt Laser an eine 12V Stromquelle angeschlossen werden soll, braucht es einen entsprechend dimensionierten Vorwiderstand, dieser wird in Reihe mit dem Verbraucher geschaltet und muß also 7,5 Volt auf sich ziehen um den Laser nicht zu überlasten. Damit das klappt muß sein Widerstandswert stimmen. Um den zu berechnen, müßte man den Stromverbrauch des Lasermoduls kennen. Guck mal in die Gebrauchsanleitung. Richtig abgestimmt ist der Stromverbrauch dabei nicht höher als das Lasermodul alleine, aber es wird doch Energie verschwendet, in etwa fast doppelt so viel wie die Laserleistung. Dies muß der Widerstand mindestens als Dauerleistung vertragen können, danach sucht man das Ding dann aus. Und frei hängen sollte er auch, damit nix schmurgelt. -- Kein Platz für
Schnick und Schnack!
Olaf (der Radfahrer)
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18.11.2008, 15:25 Uhr
 halbkette

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Hallo Rolf,
grundsätzlich ist die "Strom-Verbratungs-Methode" à la Widerstand in einem Modell nicht gut zu heißen.
Zwei Gründ sprechen prinzipiell dagegen:
1. Der Spannungsabfall x (Laser)strom ergibt die Verlustleistung, die "eine fürs Modell gefährliche Wärme" am Widerstand entwickeln kann. Da der (Laser)-Strom noch nicht bekannt ist, schätze ich die Verlustleistung auf 0,5Watt. Das hört sich vielleicht nicht nach viel an, kann aber einen zu klein bemessenen Widerstand ( die sind entsprechend der Verlustleistung in unterschiedlichen Baugrößen zu haben ) schon ganz schön aufheizen. Das ist bestimmt nix für ein Plastikmodell.
2. In einem Modell wird nicht jede Menge elektrische Energie mitgeführt und da sollte man schon gar nicht daran denken, ein "Aggregat zum sinnlosen Luftaufheizen" mit einzuplanen. Da ist doch vom ökonomischen Standpunkt aus die relativ verlustleistungsarme Elektronik ( Spannungsregler ) die viel bessere Lösung - zumal sie fast so einfach wie ein Widerstand einzulöten ist.
--
Gruß Hartmut
" Ein Modell ist mehr als nur die Summe seiner Teile "
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Beitrag 1 mal editiert. Zuletzt editiert von halbkette am 19.11.2008 14:00. |
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18.11.2008, 16:53 Uhr
 Mortimer

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Hallo Rolf,
Falls Dein Laser auch 5 Volt abkann und Du Dich nicht ans Löten rantraust:
Für etwa 13 Euro kann man auch ein sogenanntes UBEC-Modul kaufen, dass die 6-22 Volt Eingangsspannung zu 5 (wahlweise auch 6) Volt umschustert, liefert etwa 3-5 Ampere: >klick<
Gibt es auch für noch mehr „Saftbedarf“ (8-15 Ampere, vielleicht für andere Strombedürftige interessant): >klick<
Gruß
Martin
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18.11.2008, 18:06 Uhr
 Radfahrer

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Hallo Leistungsoptimierer!
Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, hier haben einige vorher im Finanzwesen Berechnungen durchgeführt.
Nehmen wir mal, damit es sich schön rechnet, einen gedachten Verbraucher von 5V und 10mA Strombedarf.
Wenn ich mir die technischen Daten des Reglers von Groß C richtig angesehen habe, darf ich etwa Leerlaufstrom von ca 10mA erwarten, der Regler arbeitet ja mit einem niedrigen Ausgangsstrom bei hoher Differenz zwischen Ein- und Ausgangsspannung in einem günstigen Bereich. Gehe ich nach der unten zu findenden Formel für die Verlustleistung vor, komme ich mit diesen Werten auf 190mW die in Wärme umgesetzt werden. Dies sollte stimmen, weil mein Verbraucher bekommt 50mW ab wobei ich 20mA Gesamtstrom aus der Stromquelle bekomme. Somit ziehe ich aus unserem Akku 240mW.
Rechne ich dieselben Werte mit einem Vorwiderstand kommt folgendes dabei heraus: Der Verbraucher hat bei 5V und 100mA Strom eine Leistungsaufnahme von 50mW und kommt damit nach dem ollen Ohm auf 500 von demseinen Widerstandseinheiten, der Vorwiderstand muß entsprechend mehr haben, nämlich 700 um die restlichen 7 V an sich zu ziehen. Der Strom muß da auch noch durch, damit kann der Vorwiderstand 70mW Verlustleistung an Wärme fröhlich verströmen. Die Gesamtleistung die unser Akku aufbringen muß beträgt damit 120mW, der Beweis ergibt sich aus 10mA Strom und 12V Spannung.
Natürlich kann man jetzt mit anderen Werten auch andere Ergebnisse errechnen. Aber der Linearregler hat zwei Ausgangsanschlüsse, es MUSS also irgendwie immer mehr Strom fließen als bei einer Schaltung mit einem Ausgang. Geht gar nicht anders. Sagt olle Ohm. Und der wache Menschenverstand. Hätten die Rechnenknechte bei den Banken auch brauchen können.
Ein Regler ist gut, wenn die Eingangsspannug schön schwankt, die Ausgangslast vielleicht auch. Dann kommt man nicht drumrum. Aber für die Anwendung aus dem Thread ist es auch sonst mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Meine Meinung.
--
Kein Platz für
Schnick und Schnack!
Olaf (der Radfahrer)
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Beitrag 1 mal editiert. Zuletzt editiert von Radfahrer am 18.11.2008 18:07. |
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19.11.2008, 13:13 Uhr
 Bosswilli-HH

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Hallo Leute,
ich bedanke mich ganz herzlich für soviel freundliche Hilfe.
werde mich versuchen!! -- Vielen Dank
mfG
Bosswilli-HH
(Rolf)
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